Die New Yorker Aktienbörsen haben am Freitag mit Abschlägen geschlossen. Der
Dow Jones Industrial
Index fiel 89,23 Punkte oder 0,69 Prozent auf 12.801,23 Einheiten. Der
S&P-500 Index verlor 9,31 Punkte (minus 0,69 Prozent) auf 1.342,64 Zähler. Der
Nasdaq Composite Index sank um 23,35 Einheiten oder 0,80 Prozent auf 2.903,88 Zähler.
Für Verunsicherung an den Märkten hatten zu Wochenschluss neue Zweifel an der Reformfähigkeit Griechenlands gesorgt. Nur einen Tag nach der Einigung der Parteichefs auf neue Einschnitte bröckelt die Regierung des parteilosen Ministerpräsidenten Lucas Papademos. Insgesamt fünf Regierungsmitglieder erklärten am Freitag ihren Rücktritt und die kleine rechtsgerichtete LAOS-Partei kündigte Papademos die Gefolgschaft auf. Die Mehrheit bei der entscheidenden Abstimmung im Parlament scheint jedoch noch sicher zu sein.
Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker, hatte zuvor klargemacht, dass
Griechenland vorerst noch kein grünes Licht für die Rettungshilfen erwarten kann. Die Zusage aus Athen, dass alle Parteien den Sparkurs mittrügen, reichte den Ministern nicht aus. Am Sonntag müsse das griechische Parlament das Sparprogramm beschließen, die Parteichefs müssten zudem ihre Zusage schriftlich vorlegen, und es fehlten noch konkrete Maßnahmen zur Einsparung von 325 Millionen
Euro für heuer. "Keine Auszahlung ohne Umsetzung", sagte Juncker. Erfüllt Griechenland die Forderungen, kommen die Euro-Finanzminister am Mittwoch zusammen, um den Weg für das Hilfspaket freizumachen.
Aktuelle US-Konjunkturdaten waren am Freitag zudem eher schwächer ausgefallen. Das Handelsbilanzdefizit der
USA weitete sich im Dezember über die Erwartungen aus und der Index für das US-Verbrauchervertrauen der Universität Michigan fiel im Februar deutlicher als von Experten erwartet. Unterdessen verlangt der Chef der US-Notenbank
Fed,
Ben Bernanke, konkrete Schritte, um den amerikanischen Immobilienmarkt wiederzubeleben. Ein niedriges Preisniveau und geringe Umsätze würden die Erholung der US
-Wirtschaft bremsen, so Bernanke. "Wir müssen weiterhin Strategien entwickeln und umsetzen, die dazu beitragen, dem Immobiliensektor wieder auf die Beine zu helfen."
Finanz- und Rohstoffwerte waren zu Wochenschluss besonders stark unter Druck geraten. Die Titel des Aluminiumkonzerns Alcoa gaben um 3,29 Prozent auf 10,29 Dollar nach. Deutlich schwächer tendierten auch die beiden Ölwerte Chevron (minus 1,02 Prozent auf 105,28 Dollar) und Exxon Mobil (minus 1,27 Prozent auf 83,80 Dollar). Konjunktursensible Titel wie Du Pont schwächten sich um 1,75 Prozent auf 51,15 Dollar ab. Caterpillar verloren knapp ein Prozent auf 111,75 Dollar.
Unter den Bankwerten korrigierten Citigroup um 2,18 Prozent auf 32,92 Dollar und Bank of America 1,34 Prozent auf 8,07 Dollar nach unten. JP Morgan schlossen mit einem Abschlag von 0,66 Prozent auf 37,61 Dollar. In den Blickpunkt gerieten die
Aktien der New Yorker
Börse. Trotz der geplatzten Fusion mit der Deutschen Börse sieht die New York Stock Exchange ihren Wachstumskurs nicht in Gefahr. Das Veto der
EU-Kommission gegen den gut 7 Mrd. Dollar (5,3 Mrd. Euro) schweren Zusammenschluss sei zwar eine große Enttäuschung gewesen, sagte
NYSE-Chef Duncan Niederauer. "Aber wir sind in dieser Zeit nur stärker geworden. Wir haben 2011 ein zweistelliges Gewinnwachstum verbucht und unsere
Bilanz gestärkt." Die Anteilsscheine sprangen um 4,51 Prozent auf 28,94 Dollar.
LinkedIn kletterten über 17 Prozent auf 89,96 Dollar. Der Internetkonzern konnte im vierten Quartal seinen
Umsatz verdoppeln und erhöhte den Ausblick für 2012. Im Gesamtjahr hat das
Unternehmen aber weniger
Gewinn eingefahren als zuvor. Yahoo verbesserten sich um etwas mehr als ein Prozent auf 16,16 Dollar. Eine komplexe Vereinbarung zwischen dem chinesischen Online-Giganten Alibaba und seinem Großaktionär Yahoo könnte dem angeschlagenen US-Internetpionier Milliarden in die Kasse spülen, hieß es. (Forts.) spe
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