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08.02.2012 14:00
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Porr legt Development-Töchter zusammen

Strauss und Partner und Solutions werden fusioniert, auch Gebäudeverwaltung wird neu aufgestellt

© Herbert Gmoser
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Der österreichische Baukonzern Porr ordnet seinen Entwicklungsbereich neu und legt seine beiden Developmentbereiche zusammen, sagte Porr-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Strauss am Mittwoch. Die Gebäudeverwaltung soll unter dem Dach Porreal zusammengefasst werden.

Die Porr Solutions wird mit Strauss & Partner Immobilien zusammengeführt, die 2010 mit dem neuen Chef ins Haus gekommen ist. Die zusammengelegte Development-Tochter soll den Namen Strauss & Partner tragen, weil dieser "ein anerkannter Name für Seriosität und Innovation im Developmentbereich" sei, sagte Strauss. Die Developmentaktivitäten des Bereichs würden sich auf Deutschland (Berlin) und andere mitteleuropäische Märkte konzentrieren, dazu kämen "ein bisschen" Rumänien, Serbien und Kroatien. Der Jahresumsatz des Developmentbereichs soll 2012 wie im Vorjahr bei 300 Mio. Euro liegen.

In der Gebäudeverwaltung sollen die Agenden der Strauss & Partner Immobilien und der FMA Gebäudemanagement unter dem Dach Porreal zusammengefasst werden. Für 2012 ist hier ein Umsatz von rund 30 Mio. Euro geplant.

Was die Größe der anstehenden Kapitalerhöhung betrifft, hielt sich Strauss am Mittwoch weiter bedeckt. Er sprach davon, dass "vorsichtshalber" eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werde, weil der bestehende Kapitalrahmen von rund 280.000 Aktien mit einem Erlös von 30 Mio. Euro möglicherweise nicht ausreichend sei. Die Porr hatte wegen Abschreibungen in Ungarn und Rumänien noch im Dezember 2011 einen Jahresverlust 2011 von 70 bis 80 Mio. Euro angekündigt.

Die Zustimmung der Großaktionäre und Syndikatsmitglieder Ortner und B&C-Holding zur Kapitalerhöhung liege jedenfalls vor, betonte Strauss, der selbst 6 Prozent an der Porr hält. Er selbst werde bei der Kapitalmaßnahme mitziehen. Überlegt werde auch ein Aktiensplit möglicherweise im Verhältnis 1:5. Die außerordentliche HV wird bis Mitte März erwartet, drei Wochen vorher müssen Einladung/Tagesordnung veröffentlicht werden.

Den möglichen Korruptionsfall rund um den Linzer Terminal Tower, der aus der Zeit vor seinem Eintritt in die Firma stammt, will Strauss möglichst rasch vom Tisch haben: "Wir sind an einer möglichst raschen Aufklärung interessiert", sagte er. Eine Zahlung der Porr an den Lobbyisten Peter Hochegger in Höhe von 200.000 Euro sei zwar getätigt worden, allerdings bestehe dabei kein Zusammenhang mit der Einmietung des Finanzamts in den Tower. Hochegger habe dafür für die Porr eine "Marktstudie" erstellt, erklärte Strauss.

Die aktuellen und früheren Mitarbeiter der Porr könnten bei Rechtsstreitigkeiten in dieser Sache auf die juristische Hilfe von Porr zählen. Das gelte "theoretisch und auch praktisch" auch für frühere Organe wie den langjährigen Porr-Chef Horst Pöchhacker, antwortete der Nach-Nachfolger Pöchhackers auf eine Journalisten-Frage. Wie berichtet ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Pöchhacker und andere (ehemalige) Manager in der Causa Terminal Tower. Für die Verdächtigsten gilt die Unschuldsvermutung. (APA)
 

 



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