Die kolportierte Einigung auf den Sparplan für
Griechenland hat den europäischen Finanzmärkten Börsianern zufolge am frühen Donnerstagnachmittag einen Schub verliehen. Der Dax und EuroStoxx50 kletterten jeweils auf ein Sechs-Monats-Hoch von 6.838,13 beziehungsweise 2.542,98 Punkten, das war der höchste Stand seit August. Auch der Wiener
ATX legte zu. Der
Euro verteuerte sich auf 1,33 Dollar und lag damit rund einen halben US-Cent über dem New Yorker Vortagesschluss. Damit erreichte die Eurowährung heute ein neues Zweimonatshoch.
Händler verwiesen auf einen Medienbericht, demzufolge sich die griechische Regierung auf weitere Sparmaßnahmen verständigt hat. Wie die "Financial Times" berichtet, soll in Kürze eine entsprechende offizielle Stellungnahme aus Athen erfolgen. Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade meinte: "Der Dax feiert die längst überfällige Gläubigereinigung mit Griechenland." Das Vertrauen dürfte zumindest langsam wieder in die Eurozone zurückkehren und damit nehme die Risikoneigung auch wieder zu. Umschichtungen aus den bisher als sicherer Hafen gesehenen Anleihemarkt in die Aktienbörsen führten zu den neuen Verlaufshochs im Dax.
Auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank reagierte der Markt indes kaum. Die
EZB ließ ihren
Leitzins wie erwartet unverändert. (APA/Reuters)