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30.04.2012
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Spart die Wirtschaft nicht kaputt! Das tönt derzeit immer wieder in Richtung der Regierungen Europas. Griechenland scheint das fatale Beispiel einer solchen Politik, wo die Reduzierung der Staatsausgaben plus der Erhöhung der Steuern zu einem derart steilen Rückgang der Wirtschaftsaktivität führten, dass die Staatseinnahmen fielen und sich die Haushaltslage sogar verschlechterte. Griechenland hier heranzuziehen ist nur nicht ganz fair - der Apfel war bereits vorher faul. Die Sorge hinter all dem ist, dass der durch die Sparpolitik bedingte Rückgang beim BIP so gross sein könnte, dass sich die Schuldenquote trotz eines geringeren Defizits erhöht - und wir seit Maastricht ja auf Prozentsätze (etwa 60 bei der Gesamtverschuldung) kapriziert sind. Kurzfristig mag das in dem einen oder anderen Fall auch zutreffen und zu einer Verschlechterung der Kennzahlen führen. Allerdings führt ein niedrigeres Defizit längerfristig zwangsläufig zu einer niedrigeren Schuldenquote. Was ist uns nun wichtiger - Die kurzfristigen Auswirkungen der Defizitreduzierung auf die Schuldenquote, oder die langfristigen? Im Sinne der Nachhaltigkeit, stellt sich diese Frage wohl nicht einmal. Das einzige worüber dabei diskutiert werden darf ist das Wie, nicht das Ob. Wer nichts hat, sollte zuerst einmal bei sich selbst sparen, bevor er anderen in die Tasche greift. Das fordert etwa, zu recht, auch unsere Regierung von Griechenland - die Ansprüche an sich selbst sind weniger hoch ...
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