Petrus Advisers, der Grossaktionär von
conwert, outet sich als Investor beim
Flughafen Wien und bestätigt, ein unverbindliches Angebot in Höhe von 450 Mio.
Euro für
Immobilien der
Flughafen Wien AG unterbreitet zu haben. Hintergrund ist die Einschätzung der Investmentgesellschaft, dass bei den Immobilien beträchtliche stille Reserven realisierbar sind.
"Die Substanzwerte aus Immobilien und Beteiligungen sind unzureichend im
Aktienkurs reflektiert. Gleiches gilt auch für die
Einzelhandelsumsätze, die mehr als 50 % unter dem europäischen Durchschnitt liegen und deren Steigerung daher signifikantes Potenzial birgt. Als ein wichtiges Bindeglied zwischen Ost und West und mit dem in wenigen Jahren zu erwartenden Erreichen der Kapazitätsgrenzen in München und Zürich sollte sich für den Flughafen Wien darüber hinaus weiteres Expansionspotenzial eröffnen. Wir sehen die
Aktie aktuell rund 40 % unter ihrem inneren Wert gehandelt", sagt Michael Sieghart, Managing Director bei Petrus Advisers.
„Anhand der eingeleiteten wichtigen Restrukturierungsmassnahmen kann man bereits die Handschrift des neuen Flughafen-Managements erkennen“, fügt
Klaus Umek, Managing Partner von Petrus Advisers, hinzu.
Wie das "profil" berichtete, sei Petrus Advisers an 11.000 Parkplätzen und an ungefähr 83.900 Quadratmeter Bürofläche interessiert. Der Verkauf sei aber am Luftfahrtgesetz gescheitert. Auf Grundstücken, die als Zivilflugplatz gewidmet sind, dürfe nur der Flugplatzhalter, in dem Fall die FWAG, als Eigentümer auftreten, erklärte Finanzvorstand Günter Ofner dem Magazin.
Nach dem Einstieg von Petrus bei conwert wurde in der Immogesellschaft viel geändert: Die Gründer verliessen das
Unternehmen, das Management wurde ausgewechselt, die Strategie angepasst.
(bs)