www.be24.at www.foonds.com www.boerse-express.com/abo english.boerse-express.com
User online: 301
pxp
main
sub
08.02.2012 08:03
Drucken  | Mailen  | Facebook issuu BE Post

Grasser hat kein Problem mit seiner Schwiegermutter

Berichte, wonach Schwiegermutter ihn belastet, seien "bösartig", "einseitig"

Karl-Heinz Grasser
© APA
 MEINUNG 0    TAGESTHEMEN     BLOGS 
 
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) sieht trotz neuer Vorwürfe keinen Widerspruch zwischen seinen Angaben und jenen seiner Schwiegermutter, Marina Giori-Lhota, betreffend der Veranlagung von 500.000 Euro. Er habe das Geld von ihr bekommen und ihr mit Erträgen zurückgezahlt, einen Bericht des "profil", wonach ihn seine Schwiegermutter nun belaste, weist er als "bösartig" und "einseitig" zurück. Grasser versteht, warum sich seine Schwiegermutter gegenüber der Justiz der Aussage entschlägt: Sie beteilige sich eben nicht am "Verfolgungswahn" gegen ihn, meinte er Dienstagabend im Gespräch mit dem "Report" des ORF-Fernsehens.

Grasser richtete erneut Vorwürfe gegen die ermittelnden Behörden: Seine Schwiegermutter sei Schweizer Staatsbürgerin und lebe bei Besuchen in Österreich im Haus ihres Bruders in Kitzbühel. Die Behörde habe dort eine Hausdurchsuchung gemacht und ihr erst dann gesagt, man wolle sie einvernehmen. Für ihn stelle sich das Ganze als "Tiefpunkt einer Verfolgungsjagd" dar: "Man sagt, jetzt spielen wir die Schwiegermutter gegen den Sohn aus". In zweieinhalb Jahren Ermittlungen habe man nichts anderes gefunden.

Grassers Schwiegermutter hatte in einem Brief an das Finanzamt betont, dass sie nicht wirtschaftlich Berechtigte des Geldes gewesen sei und der Treuhandvertrag ohne ihr Wissen zustande gekommen sei. Da sie nicht wirtschaftlich Berechtigte war, habe sie es auch nicht in ihre Steuererklärung aufgenommen. Dazu befragt meinte Grasser, "da müssen Sie meine Schwiegermutter fragen". Er sei jedenfalls davon überzeugt, dass "niemand lügt": Er habe das Geld - rund 500.000 Euro - von seiner Schwiegermutter bekommen. "Alles danach, die Ferint AG, die Treuhandverwaltung, habe ich absolut in Eigenverantwortung gemacht". Genau das habe er auch den Ermittlungsbehörden gesagt, einen Widerspruch zu den Angaben seiner Schwiegermutter gebe es hier nicht, beteuerte Grasser.

Seine Schwiegermutter sei "entsetzt und schockiert" darüber gewesen, was das "profil" aus dem "vertraulichen Brief an das Finanzamt" gemacht habe, sagte Grasser. Sie werde sich weiterhin der Aussage entschlagen. Er habe das Geld auf ein Konto der Schwiegermutter in der Schweiz zurücküberwiesen. Es könne sich gar nicht um mögliche illegale Gelder aus der Buwog-Provision handeln: Diese Gelder seien ab 2006 geflossen, aber er habe die Gelder der Schwiegermutter ja schon im Jahr 2005 eingezahlt. "Das hätte nie Geld der Buwog sein können".

Nach zweieinhalb Jahren Ermittlungen gebe es keinen einzigen Zeugen gegen ihn, beteuerte Grasser, zweieinhalb Jahre lang sei kein einziger Beweis gegen ihn erbracht worden. Angesprochen auf Michael Ramprecht, der die Buwog-Privatisierung als "abgekartete Sache" bezeichnet, meinte Grasser, dieser sei in erster Instanz verurteilt worden. Das nicht rechtskräftige Urteil gegen Ramprecht war aber aufgehoben worden, das Ehrenbeleidigungsverfahren wegen einer Klage Grassers läuft nun wieder in erster Instanz.

Grasser betonte erneut seine Unschuld: "Mir stehe das Wasser nicht bis zum Hals". Er sage die Wahrheit, versicherte er: "Ich bin unschuldig, ich habe nichts gemacht, ich möchte Gerechtigkeit und die Einstellung dieser Verfahren".

Mit Grassers Beschwerden konfrontiert, wies Christian Pilnacek, Leiter der Strafrechtssektion im Justizministerium, in der ZiB 2 darauf hin, dass Grasser selbst seine Schwiegermutter ins Spiel gebracht habe. Der Buwog-Zuschlag sei schon 2004 erfolgt. Insgesamt betonte er, dass ein "großer, starker Verdacht in Richtung korruptiven Verhaltens" bestehe. Der schwere Tatvorwurf rechtfertige auch tiefgreifende Grundrechtseingriffe, so Pilnacek. (APA)
 

Mehr zum Thema






 



comment Diesen Artikel kommentieren
Titel
Text


* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
 
 
 
Gratis-PDF-Produkte
Hier haben Sie die Möglichkeit, sich für den Bezug unserer kostenlosen Newsletter & PDF-Produkte einzutragen.
"Börse Express free"
 

Ihre Email Adresse


Clippings
 
Meistgelesen letzte 2h
 
... in den letzten 5 Minuten
 
Postings
 
ATX
(17:33)
1929.97
0.46%
Top 5 ATX
WIENERBERGER AG 4.76%
ANDRITZ AG 3.70%
RHI AG 2.86%
VOESTALPINE AG 1.91%
ERSTE GROUP BANK AG 1.30%
Flop 5 ATX
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -4.46%
IMMOFINANZ AG -3.88%
CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE -2.47%
OESTERR. POST AG -0.86%
VERBUND AG KAT. A -0.74%
 
Matrix   
Matrix Österreich Matrix Deutschland Matrix USA
0.46%
(17:33)
1.16%
(17:45)
NIKKEI
0.74%
(08:00)
0.26%
(22:13)
AGR AMAG AMS ANDR ATEC ATRS ATS
ATX AW2 AWS BAH BDI BENE BEO
BETB BFC BIND BWIN BWT C2 CAI
CAII CAT CNTY COV CWI DOC EBS
ECO EVN EYBL FAA FKA FLU GROA
HEAD HIS HTI ICLL IIA JWD KTCG
KTM LNZ MAI MIP MMK OMV PAL
PARS PEP PHIO POS POST PYT QINO
RAP RBI RBT RHI ROS SAC SBO
SEM SNT SNU SPI STR SWUT TAN
TEAK TKA UIV UP2 UQA VER VIG
VOE WIE WOL WWE WXF ZAG
1.16%
(17:45)
1.13%
(17:45)
1.30%
(17:45)
0.26%
(22:13)
0.98%
(21:58)
1.14%
(21:58)
 
Devisenrechner
Währungen
CHF -0.07% 1.2012
GBP -0.05% 0.7994
JPY -0.24% 99.4350
NOK -0.13% 7.5222
SEK 0.23% 9.0017
USD -0.29% 1.2505