Die Empfehlungen für internationale Aktienmärkte lautet bei
Raiffeisen Research weiterhin
"Sell".
Zwar würden starke US-Konjunkturindikatoren, jede Menge
Liquidität und eine im Abklingen empfundene Schuldenkrise in Europa den US-Aktienmarkt beflügen und dessen
Indizes in die Nähe der 2008er-Höchststände steigen lassen, dennoch sehen die Analysten für die US
-Konjunktur in der ersten Jahreshälfte – auch aufgrund der mittlerweile nach oben gekletterten Erwartungen – Enttäuschungspotenzial und die
Unternehmen werden zumindest ihre Ausblicke weiter zurücknehmen müssen, meinen die Analysten. Das werde zu weiteren Gewinnrevisionen der Analysten führen, so die Experten. Erst mittelfristig werde sich der Horizont der Raiffeisen-Einschätzung weiter aufklaren.
Europa: Die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten bleibt weiterhin gut, so die Experten. Das dürfte insbesondere daran liegen, dass einerseits die Liquiditätsspritze der
EZB ihre Wirkung nicht verfehlt hat und andererseits sich die generelle Konjunkturstimmung wieder aufgehellt hat, erklären die Analysten. Diese Effekte würden im Moment aber vergessen lassen, dass die derzeit laufende Berichtssaison nicht wirklich überzeugend verläuft und auch die konjunkturelle Lage speziell in der Eurozone großteils schwierig bleibt, so die Experten. "Obwohl wir davon ausgehen, dass diese Faktoren nicht ewig ausgeblendet werden können, erachten wir unsere Kursziele als nur mehr schwer erreichbar und stellen sie somit in Revision", so die Experten in ihrem wöchentlichen Marktausblick.
Und in Japan war auch in der abgelaufenen Handelswoche die Grundstimmung von Optimismus geprägt. Unterstützend wirkten der angestiegene Einkaufsmanagerindex und gute Industrieproduktionsdaten. Gleichzeitig enttäuschen aber die japanischen Unternehmen auf breiter Front, erklären die Analysten. Mehr als dreimal so viele Titel des
Nikkei 225 verfehlten die Analystenschätzungen als sie übertrafen. Insgesamt steht damit ein dramatischer Gewinneinbruch im Jahresvergleich zu Buche. In dieser Tonart wird es nach Meinung der Raiffeisen-Analysten weitergehen.