International sehen wir die Tendenz bereits seit längerem. Irgendwelche Einmalkosten drücken die Ergebnisse - oft genug damit unter die Erwartungen - auch die eigenen. So gesehen heute bei der
Uniqa: Das Ergebnis 2011 wird in einer Bandbreite zwischen minus 250 und minus 300 Mio.
Euro erwartet - so hiess es Anfang November vom neuen
CEO Andreas Brandstetter der auch gleich ankündigte, die
Dividende ausfallen zu lassen. Doch weitere Wertberichtigungen auf griechische Staatspapiere und die Einmalkosten für die Neuausrichtung des Konzerns haben die Uniqa-Gruppe noch stärker belastet, als bisher bedacht. Vorläufigen Zahlen zufolge wurde das EGT von plus 153 auf rund minus 330 Mio. Euro gedrückt. Mit dem Hineinpacken aller Sonderbelastungen in die
Bilanz 2011 „haben wir uns für die Zukunft fit gemacht“, sagt Brandstetter zum Ergebnis. Die laufenden verrechneten Prämieneinnahmen stiegen um 4,4% auf 5,37 Mrd. Euro, die gesamten verrechneten
Prämien sanken wegen eines Rückgangs der Einmalerläge in Leben um 4,1% auf 5,97 Mrd. Euro.
Sonderaufwendungen gibt es auch bei der
OMV, wo es heute mit dem
Trading Statement ein erstes Indiz für den Geschäftserfolg im Q4 gab. Die Netto-Sonderaufwendungen beziehen sich laut OMV hauptsächlich auf die Rückstellung von rund 120 Mio. Euro für eine in dieser Höhe gegen die
Rumänien-Tochter Petrom verhängte Strafe aufgrund einer kartellrechtlichen Untersuchung durch die rumänische Wettbewerbsbehörde. Weiters wurde das
EBIT durch eingegangene Ölpreis-Hedges mit 48 Mio. Euro belastet.
Das „normale“ operative Geschäft sah dafür besser aus: Vor allem auf Grund der Wiederaufnahme der libyschen Produktion wurde im Q4 mehr Öl und Gas produziert als in den beiden Vorquartalen. In Summe betrug die Produktion 289.000 boe pro Tag, nach 283.000 im Q3 und 275.000 boe/d im Q2. Die Referenz-Raffineriemarge der OMV verbesserte sich zu Jahresende leicht von 1,74 auf 1,77 Dollar pro
Barrel.