Palfinger-Vorstandschef
Herbert Ortner bezeichnete die Chancen, dass es noch im ersten Halbjahr zu einem Abschluss hinsichtlich des seit Jahren angestrebten Markteinstieges in China kommen wird, als "sehr hoch". Die Zahl der potenziellen Joint-Venture-Partner, mit denen man in Verhandlungen stehe, habe man bereits von drei bis vier auf ein bis zwei "Wunschkandidaten" eingeschränkt.
China sei bereits jetzt der mit Abstand größte Baumaschinenmarkt weltweit. "China wird definitiv der größte Markt für unserer Produkte", sagte Ortner auf der Bilanzpressekonfernz am Freitag in
Wien. Er spreche dabei von einem Zeithorizont von fünf bis sechs Jahren. "Ich bin guter Dinge, die Gespräche in den nächsten Wochen abschließen zu können", meinte Ortner.
Auch ohne die Zwangsmaßnahme für einen chinesischen JV-Partner würde sich Palfinger nur gemeinsam mit einem solchen Partner auf dem chinesischen Markt bewegen wollen, führte Ortner aus. Entscheidend sei dabei nämlich der Zugang zu den Vertriebskanälen und zum Beschaffungsmarkt, dessen Aufbau sonst an die zehn Jahre benötigen würde. "Ohne Partner würden wir es nicht tun", sagte Ortner.
Das China-Projekt werde definitiv das größte Projekt seit dem Börsegang im Jahr 1999 werden. Sollte die
Finanzierung aus dem
Cashflow und den guten Kreditlinien bei den
Banken nicht möglich sein, werde man auch an eine
Kapitalerhöhung denken. Dazu habe es bereits im vergangenen November das Okay des Aufsichtsrates gegeben. "Eine Kapitalerhöhung ist nicht die erste
Option", so Ortner. (APA)