Analysten erwarten für die am morgigen Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Unternehmenszahlen für das Geschäftsjahr 2011 des Kranherstellers
Palfinger höhere Ergebniszahlen. Der
Umsatz soll laut Experten knapp 30 Prozent anwachsen, das Nettoergebnis dürfte von 24 Mio. auf 40 Mio.
Euro im Schnitt ansteigen, was einem Zuwachs von knapp 68 Prozent entspricht.
Die Analysten der
Raiffeisen Centrobank (RCB),
Erste Group und Berenberg Bank prognostizieren durchschnittlich ein Umsatzwachstum von 27 Prozent auf 830 Mio. Euro. Für das
Betriebsergebnis (EBIT) wird im Mittel ein Zuwachs von über 80 Prozent auf 67 Mio. Euro nach einem operativen
Gewinn (inklusive assoziierter
Unternehmen) von 37,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum errechnet.
Damit dürfte Palfinger im Vorjahr wieder an die Ergebnisse von 2008 anschliessen können. Bisheriges Rekordjahr war vor der Krise das Jahr 2007, während zum Höhepunkt der Krise 2009 Verluste geschrieben wurden.
Palfinger hat im vergangenen Jahr eine Reklassifizierung der assoziierten Unternehmen unternommen und weist das Ergebnis dieser Betriebe nun nicht mehr gesondert aus. Das operative Ergebnis (EBIT) umfasst nun auch den Anteil der assoziierten Unternehmen. Im vergangenen Jahr hatten diese mit einem Plus von 2,4 Mio. Euro zum EBIT beigetragen.
Um die prognostizierten Zahlen vergleichbar zu machen, wurde zu dem Vorjahres-EBIT dieses Ergebnisplus hinzugerechnet. In der Vorjahresbilanz hatte das Unternehmen ein Betriebsergebnis in der Höhe von lediglich 34,7 Mio. Euro ausgewiesen. Etwaige Abschreibungen dürften den Analysten zufolge zwar nicht ins Gewicht fallen, korrekterweise wurde das Ergebnis vor
Steuern,
Zinsen und Abschreibungen
(EBITDA) in der Folge allerdings dennoch ausgeklammert.
Die Bankanalysten erwarten für die am morgigen Freitag anstehende Bilanzpressekonferenz einen möglichen Ausblick in Bezug auf etwaige Expansionspläne nach China, "die weiterhin im Raum schweben", vor allem aber eine "Guidance" für das laufende Geschäftsjahr. Insbesondere der geplante Geschäftsverlauf in Europa wird vor dem Hintergrund des rückläufigen Wachstums in Europa mit Spannung erwartet. Wegen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Unsicherheit seien die Kunden in Europa vorsichtiger geworden, gaben die Analysten der Berenberg Bank in ihrer jüngsten Analyse zu bedenken.
Die Experten der Erste Group wiesen zudem darauf hin, dass das vierte Quartal ein "Übergangsquartal" und demnach traditionell nicht ebenso schwach wie das saisonbedingt leichtere dritte Quartal sei. Eine klare Verbesserung der Auftragslage wird allerdings erst für das Frühjahr erwartet. Daher erwarten die Experten einen Rückgang der
Auftragseingänge in den vergangenen Monaten.