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Wenn es in den vergangenen Monaten um Anleihen als Investitionsort ging, riet mir jeder Marktstratege zu Unternehmensanleihen. Dort sei nämlich noch etwas zu holen (im Vergleich zu Staatsanleihen); das Chance/Risiko-Verhältnis super, da die heute noch lebenden Unternehmen ja durch das Stahlbad im Anschluss an die Lehman-Pleite waten mussten und derart heute alle finanziell gesund aufgestellt sind. Dann die heutige Aussendung der EZB, die kein Ausreisser ist: Zunehmende Refinanzierungsprobleme vieler Banken liessen den Kreditfluss in der Eurozone in den vergangenen Monaten zäh werden, die Kreditanforderungen wurden weiter verschärft. Besonders verschärft wurden die Anforderungen bei Grossunternehmen (die typischerweise als Anleihe-Emittenten auftreten), während der Mittelstand bzw. Privathaushalte eher ungeschoren davon kamen. Stellt sich die Frage, warum Verbindlichkeiten von Unternehmen in Anleihenform attraktiv sind, in Form eines Kredits aber nicht?
Noch etwas, das wie mit zwei Zungen gesprochen wirkt - aber wie bitte ist folgendes möglich? Die Arbeitslosenquote betrug im Jänner nach österreichischer Berechnungsmethode 8,6 Prozent. Nach EU-Berechnung lag sie im Dezember - das ist der bis dato letzte verfügbare Wert - bei 4,1 Prozent: Da kann doch etwas nicht stimmen ...
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