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01.02.2012 15:08
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Meinl Bank: Zivilgutachten entkräftet strafrechtliche Vorwürfe

Weinzierl sieht sich auch durch OGH-Urteil entlastet: "Wenn ich zivilrechtlich nicht getäuscht habe, habe ich strafrechtlich sicher schon gar nicht getäuscht"
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Die Meinl Bank wird nicht müde, gegen die Wiener Staatsanwaltschaft zu Felde zu ziehen. Deren Strafverfahren im Zusammenhang mit der ehemaligen Meinl European Land (MEL) gegen Julius Meinl und Co. "hat sich totgelaufen", konstatierte Bankvorstand Peter Weinzierl am Mittwoch vor Journalisten. Die strafrechtlichen Betrugs- und Untreuevorwürfe der Staatsanwaltschaft sieht er nun durch ein zivilrechtliches Gutachten aus dem Jahr 2010, das das Handelsgericht (HG) Wien in einem Anlegerverfahren erstellen ließ, entkräftet. Auch ein OGH-Urteil bestätige, dass die Bank bei den umstrittenen MEL-Rückkäufen korrekt gehandelt habe.

Das von Peter Ipkovich erstellte Gutachten ist datiert mit 4. November 2010, die Meinl Bank habe es aber "jetzt erst in seiner Tragweite erkannt", räumte Weinzierl ein. In dem Verfahren selbst - ein MEL-Anleger verklagte die Meinl Bank wegen Irrtums bzw. auf Schadenersatz - liege noch keine Entscheidung des Handelsgerichts vor.

Der Sachverständige komme zum Schluss, dass der MEL durch den Rückkauf von Zertifikaten - ein Kernthema des Strafverfahrens - kein Schaden entstanden sei, so Weinzierl. Ipkovich stelle fest, dass der sogenannte NAV II nach Ermittlungsmethodik der European Public Real Estate Association EPRA die übliche Kennzahl bei Bewertungen von Immobilienpapieren ist. Dabei würden Immobilienprojekte nach dem Marktwert berücksichtigt ("fair value"). Für den Anleger sei dies die einzige verlässliche und transparente Information über den Zustand und die Entwicklung des Unternehmens. Bei MEL sei der Rückkaufpreis von 20,44 Euro unter dem Wert der Zertifikate gelegen; der NAV II habe damals nämlich 20,69 Euro betragen so Weinzierl. Von einer Untreuehandlung könne also in dem Zusammenhang keine Rede sein, meint der Banker.

Weiters komme der Gutachter zum Schluss, dass MEL-Zertifikate im Februar 2007 und über den gesamten Rückkaufzeitraum als Investment im Vergleich zu anderen Unternehmen nicht mit mehr Risiko versehen gewesen seien. Und: Das Risiko eines Kursverfalls sei zum damaligen Zeitpunkt sehr gering gewesen. "Am Ende des Tages kann immer nur eine Ex-Ante-Betrachtung relevant sein", so Weinzierl. Wenn ein Bankberater im Jahr 2006 griechische Anleihen als risikoarmes Produkt bezeichnet hätte, hätte er aus damaliger Sicht ebenso korrekt gehandelt.

Der Vorwurf, dass der Rückkauf zum überhöhten Preis erfolgt sei, gehe also ins Leere, meint Weinzierl. Aus seiner Sicht ist es durchaus zulässig, im Zuge eines Zivilverfahrens gewonnene Erkenntnisse auf das Strafverfahren umzumünzen. Auf die Frage, ob hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen würden, meinte er: "Wenn ich zivilrechtlich nicht getäuscht habe, habe ich strafrechtlich sicher schon gar nicht getäuscht." Umgekehrt gilt nach Weinzierls Logik: "Wenn Sie strafrechtlich getäuscht haben, haben Sie wohl auch zivilrechtlich getäuscht."

Auf jeden Fall will Weinzierl das Zivilgutachten nun im Strafverfahren vorlegen. "Es gibt bereits eine Eingabe", sagte er.

Auch durch ein OGH-Urteil vom 22.11.2011 sieht sich der Banker strafrechtlich entlastet. Der höchstgerichtliche Entscheid erfolgte in einem Verfahren, in dem ein Anleger eine Vertriebsfirma verklagt hat, bei der er seine MEL-Papiere erworben hat. Die Meinl Bank hatte in dem Verfahren keine Parteienstellung, sagte Weinzierl. In dem OGH-Urteil heißt es laut Bank, dass die MEL-Zertifikate bis Mitte 2007 in der Risikoklasse "niedrig bis mittel" eingestuft werden durften.

Weinzierl sieht sich puncto OGH-Urteile in Anlegerverfahren in einer "skurrilen Situation". Auf der einen Seite besage das Berater-Urteil, dass es damals nicht falsch war, MEL als sichere Anlage zu verkaufen, auf der anderen Seite hat der Oberste Gerichtshof die Meinl Bank mehrere Male verurteilt, weil sie Anleger mit MEL-Werbeunterlagen in die Irre geführt hat. (APA)
 

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Adam72
Julius Meinl: Geld im Getriebe (profil.at)2012-04-17 15:29:26
1047 Postings

seit 2007-11-21
Macalane
49 Postings
seit 2008-02-12


Also Hr. Weinzierl kämpft für Anleger, dass Sie ihre Verluste wieder retour bekommen, was ist mit Anleger die zu spät geklagt haben, bzw. sich bei Poduschka nur angeschlossen haben, gibt es da noch Chancen??


, Nr. 2 
antworten
Anthean
5811 Postings
seit 2007-08-24


Tjo - Geld regiert die Welt, manche sind eben einfach Gleicher, das muß man akzeptieren ;)
Gerechtigkeit gibts nur im Himmel - auf Erden herrscht das Recht (des Stärkeren/Wohlhabenderen etc).

, Nr. 3 
antworten
JM-Abgezockter
160 Postings
seit 2009-12-09


auf die frage der chancen für die bei poduschka "angeschlossenen" hätt ich auch gerne eine auskunft

, Nr. 4 
antworten
mel/atrium
332 Postings
seit 2010-01-21


Es gibt nurmehr Vergleichsangebote von der Meinl Bank.Da haben alle 3 was davon.

, Nr. 5 
antworten
Macalane
49 Postings
seit 2008-02-12


also ich wäre schon mit einem Vergleichsangebot schon zufrieden, ich bin gespannt obs überhaupt was gibt?

, Nr. 6 
antworten
JM-Abgezockter
160 Postings
seit 2009-12-09


die zahl jener angeschlossenen, die auf ein vergleichsangebot warten dürfte ziemlich hoch sein. wenn erst jeder fall einzeln verhandelt werden muss, könnte es - wenn überhaupt - noch jahre dauern.
meinl meint ja, dass es sich um kulanzlösungen handle, obwohl es bereits eine reihe von ogh-entscheidungen gg. meinl in diesen fällen gibt.

wenn ich mich an die werbung für dieses "mündelsichere" papier erinnere und die aussagen einzelner politiker, es sei ein gutes beispiel für eine vorsorge, ist mein zorn unverändert hoch.


, Nr. 7 
antworten
Macalane
49 Postings
seit 2008-02-12


Ja das ach so "mündelsichere" Papier, wenn ich das schon höre...

ja leider habe ich mich damals erst ziehmlich spät dazu entschlossen mich wo anzuschliessen(war vl. von mir ein Fehler), damit die Verwähjrungsfrist eingetreten ist.. aber gegen MEINL und Konsorten die Anklage weiterhin besteht..
obs da jemals eine Kulanzlösung gibt, ich bezweifle es!

, Nr. 8 
antworten
JM-Abgezockter
160 Postings
seit 2009-12-09


der herr poduschka kann jedenfalls erfolge vorweisen.
wüßte gerne, wie es der herr böhmdorfer damals angestellt hat.

übrigens ein toller kursrutsch heute, angesichts der berichteten gewinnsteigerung

, Nr. 9 
antworten
mel/atrium
332 Postings
seit 2010-01-21


Der Kursrutsch hat sicher mit Griechenland ,Italien,Portogal,und Spanien damit zu tun.

, Nr. 10 
antworten
twin
426 Postings
seit 2008-04-06


hr.böhmdorfer wird gar nichts gemacht haben-meinl hat einfach
einen bekannten "ex-justizminister" aus dem geschehen herausgekauft-
wäre schlecht fürs meinl image gewesen-das wars. die restlichen
kläger haben keinen so medienwirksamen namen.
geld (woher wohl???) hat meinl ja zur genüge und setzt es auch
in seinem sinne medien und justizberuhigend entsprechend ein.

, Nr. 11 
antworten
mel/atrium
332 Postings
seit 2010-01-21


Böhmdorfer wusste wahrscheinlich wie er alle auffliegen lassen könnte .Meine vermutung alles passt zur Kriese was Julius wahrscheinlich schon vorher wusste.

, Nr. 12 
antworten
mel/atrium
332 Postings
seit 2010-01-21


Sowie die ermittlungen das man nicht einmahl einen "korrekten Gutachter" beauftragen kann , sehr sehr merkwürdig. Und das nach 5 Jahren.

, Nr. 13 
antworten
mosert
242 Postings
seit 2007-09-17


Verschleppung nennt das der "Jurist" Am besten bis zum St. Nimmerleinstag!
Kann ja nicht sein das man in 5(!) Jahren keine vollständige Anklage zusammenbringt. Leute da ist einiges oberfaul.
Und wie schon vor einem Jahr hier geschrieben , die Meinls wissen das sie verlieren werden (siehe OGH Urteile) und bieten deshalb diese halbfaulen VErgleiche an.

, Nr. 14 
antworten
JM-Abgezockter
160 Postings
seit 2009-12-09


Meinl (MEL) hat eine Entwicklung dargeboten, an deren Ende Kräfte höchster Niedertracht erkennbar wurden.

Viele sind damit um ihre Vorsorge geprellt worden, weil sie auf Mündelsicherheit und andere Täuschungen hineingefallen sind.

Inzwischen scheint sich etwas zu bewegen, jedoch hat man den Eindruck, dass es unserer Justiz lieber wäre, Versandung in Sankt Nimmerlein anzustreben......5 Jahre spechen jedenfalls dafür


, Nr. 15 
antworten


* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN JE00B3DCF752

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