Kosten einsparen, Leerstandsraten verringern, Profitabilität auf den Net Asset Value erhöhen und
Dividenden auszahlen. Diese Punkte finden sich 2012 auf der Agenda so gut wie aller börsenotierter heimischer Immogesellschaften, die am Mittwoch bei der Roadshow #36 von
Börse Express und
Aktienforum in
Wien präsentiert haben.
Einige der jüngsten Erfolge bzw. Entwicklungen (detaillierte Zusammenfassungen folgen):
s Immo konnte laut IR-Sprecher Andreas Feuerstein den Leerstand in Budapest durch verstärktes Marketing auf rund 8% drücken, der Marktdurchschnitt liegt bei 20%.
Bei der
Immofinanz wurde die Auslastung im Office-Bereich in
Rumänien im Verlauf der letzten Monate von 83% auf über 93% angehoben.
conwert hat im zurückliegenden Jahr die geplanten Verkäufe von
Immobilien im Ausmass von 600 Mio.
Euro voraussichtlich nicht nur erreicht, sondern leicht übertroffen, im Schlussquartal erheblich in den Rückkauf eigener Wandelbonds investiert und im Dienstleistungsgeschäft einen dritten
Fonds mit DWS in Vorbereitung.
CA Immo wiederum hat das Leitprojekt in ihrem Frankfurter Europa-Viertel, den Tower 185, zum Jahreswechsel plangemäss fertiggestellt. Aktuell laufen „vielversprechende Gespräche“ über weitere Vermietungen (Stand zuletzt: 73%), erzählt IR-Sprecher Florian Nowotny. Der Plan sieht weiters vor, den Turm Ende 2012/Anfang 2013 ganz oder zu einem substanziellen Teil zu verkaufen.
Die CA Immo könnte dann das im Tower gebundene
Eigenkapital von 200 Mio. Euro wieder für andere Projekte einsetzen. „Die Vorzeichen für einen Verkauf stimmen uns optimistisch“, so Nowotny. Zudem werden auch am polnischen Markt gerade einige opportunistische Verkaufe verhandelt, erzählt er.
Doch zurück zu den Dividenden: Alle vier
Unternehmen werden für das zurückliegende (bzw. im Fall der Immofinanz noch laufende) Geschäftsjahr Dividenden bezahlen. Das war nicht immer so, ursprünglich haben die heimischen Immos ihre Gewinne meist thesauriert. Mittlerweile haben sie sich dem „europäischen Usus“ angepasst.
Und europaweit könnte sich heuer, so Analysten, doch die Spreu vom Weizen trennen. Geht es nach den Erwartungen einer niederländischen, auf Immoaktien spezialisierten Investmentbank, so werden für heuer nicht nur einige Dividendenkürzungen erwartet, vielmehr gehen die Analysten davon aus, dass rund ein Viertel der gecoverten Unternehmen die
Dividende bis zum Jahr 2015 lediglich stabil halten kann. Favorisiert werden Unternehmen mit nicht ausufernden Loan-to-Value-Kennzahlen sowie attraktiven und nachhaltigen Dividendenzahlungen. Auch die Rabobank legt im jüngsten Branchenreport angesichts der „turbulenten Zeiten“ Wert auf „widerstandsfähige Dividenden“.
Was die Dividendenrendite anbelangt, so kann vorerst nur die Immofinanz in der internationalen Top-Liga mitspielen. IR-Sprecher Stefan Schönauer bekräftigte das Ziel für das laufende Jahr 0,15 Euro und für das Folgejahr 0,2 Euro je
Aktie auszahlen zu wollen. Berücksichtige man den Umstand, dass die Ausschüttungen als Einlagenrückzahlung tituliert und folglich KESt-frei sind, dann übertreffe die Immofinanz im
ATX auch die
Post in puncto Dividendenrendite, bezog sich Schönauer auf die gestrige BE-Coverstory.
s Immo will für 2011 eine Dividende von 0,1 Euro je Aktie ausschütten (entspricht zum aktuellen
Kurs einer Dividendenrendite von 2,3%), CA Immo peilt 2% des
NAV als
Ausschüttung an (auf
Basis des NAV 2010 sind das 0,38 Euro bzw. eine
Rendite von 4,8%). conwert wiederum stellt für 2011 eine Ausschüttung zwischen 0,2 und 0,3 Euro in Aussicht (und kommt damit auf eine Rendite von um die 3%).
(red)
Bilder von der Roadshow unter http: www.boerse-express.com/diashows, detaillierte Berichte zu den einzelnen Vortragenden folgen