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20.01.2012 15:15
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"Finanzierung von Staaten war für Banken noch nie so profitabel wie jetzt“

Banken scheuen zunehmend längerfristige Investments in Staatsanleihen. Auf der kurzfristigen Seite bietet sich durch den EZB-Drei-Jahrestender aber eine Art „free lunch“, meint Credit Experte Jochen Felsenheimer

Jochen Felsenheimer
© Assenagon
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„Die Zeit unbeschränkter Kreditvergabe an Staaten und Gemeinden ist vorüber”, sagte Erste-CEO Andreas Treichl in dieser Woche vor Journalisten in Prag. „Banken werden künftig einen grossen Bogen um die Staatsfinanzierung machen, sich nur äusserst kurzfristig und sehr vorsichtig und zu hohen Preisen engagieren. Staaten längerfristig zu finanzieren - das wird sich jeder Banker dreimal überlegen“, gibt Willibald Cernko, Chef der österreichischen UniCredit-Tochter Bank Austria, im Interview mit dem „Standard“ zu Bedenken.

Dennoch, in Europa ist im Jänner die Nachfrage nach Staatsanleihen, quasi-Staatsanleihen und auch Financial Bonds laut Jochen Felsenheimer, Credit Stratege der deutschen Assenagon, enorm gestiegen. Die Ursache liegt für ihn auf der Hand: Die Bereitstellung der extrem günstigen Drei-Jahres-Refinanzierung für die Banken durch die EZB.

Zur Erinnerung: Kurz vor Weihnachten hat die EZB 523 Banken insgesamt 489 Mrd. Euro auf 36 Monate zu einem Zinssatz von 1% zur Verfügung gestellt. „Ein Grossteil dieser Liquidität wird in europäische Staatsanleihen fliessen. Das ist für die Banken eine ‘free lunch’-Situation, und die Finanzierung von Staaten war noch nie so profitabel wie jetzt“, sagt Felsenheimer. Und weiter: „Wenn sich die europäischen Banken nicht allzu ungeschickt anstellen, werden sie auf die knapp 500 Mrd. Euro bis zu 50 Mrd. Euro risikolos verdienen. Sie dürfen nur eines nicht tun: Das Geld an die Realwirtschaft durchreichen“.

Der Aktion könne - wie jeder Sache - aber auch etwas Positives abgewonnen werden: „In so einem Szenario muss man sich über die Güterpreisinflation keine Sorgen machen. Das einzige, was inflationiert wird, sind Staatsanleihen und Anleihen der Finanzinstitutionen“.
Auch wenn die EZB damit einen Weg gefunden hat, direkte Staatsanleihenkäufe zu umgehen, bleibt ökonomisch betrachtet das Risiko weiterhin bei der Zentralbank, während die Banken die potenziellen Gewinne verbuchen. Und diese „Carry Trade“-Geschäfte - billig Kredit von der EZB nehmen und den Staaten damit teureren Kredit einräumen - können sich durchaus auszahlen: So rentieren etwa zwei- bis dreijährige italienische Staatsanleihen bei 6%, bei spanischen sind es 4,5%. Demgegenüber liegt der Refinanzierungszinssatz der EZB bei 1%.

Gewinn und Risiko getrennt

Felsenheimer hebt zwei Entwicklungen am Markt besonders hervor: „Anleihen, die staatliche Garantien haben (und deshalb risikobetrachtet denselben Status wie Staatsanleihen haben, jedoch mit weitaus höherem Spread gehandelt werden, sind von Investoren stark nachgefragt. Vor allem irische staatsgarantierte Bankanleihen sind hier zu nennen“. Sprich, das billige Geld fliesse seiner profitabelsten Verwendung zu, wobei eben derjenige, der den potenziellen Gewinn macht, ein anderer ist, als derjenige, der das Risiko trägt. Dies werde umso deutlicher, als auch qualitativ schlechtere Bankanleihen, etwa portugiesischer Institute, von dem durch die EZB ausgelösten Nachfrageschub profitieren können. „Vor allem solche bis zu einer Fälligkeit bis Ende 2014. Das heisst, die Banken rechnen gar nicht damit, die Liquidität nur kurzfristig zwischen zu parken, sondern damit, diese Anleihen bis zur Fälligkeit vollständig durch die EZB zu refinanzieren“, so der Credit-Experte.

Spekulationen im Vorfeld

Im Vorfeld des zweiten Drei-Jahres-Tenders am 29. Februar gehen bereits die Spekulationen hoch, wieviel Geld die EZB neuerlich ins System pumpen wird. Die Analysten bei Morgan Stanley rechnen mit 150 Mrd. bis 400 Mrd. Euro. Sie erwarten, dass vor allem mittelgrosse Banken in Italien und Spanien derartige kurzfristige Carry Trades mit den Staatsanleihen ihrer Länder eingehen. Denn grenzüberschreitende Käufe, etwa dass eine französische Bank bei italienischen Staatsanleihen aufstockt, sind derzeit eher nicht wahrscheinlich. Dazu sind die Unsicherheiten rund um die Zukunft der Eurozone noch zu gross und das damit wahrgenommene Risiko durch die Investoren noch zu gross.

Unterm Schnitt

Beim ersten Drei-Jahres-Tender über 500 Mrd. Euro haben laut Morgan Stanley vor allem italienische (33%) und spanische Institute (17%) zugegriffen. Die Erste Group holt sich laut Erste-CEO Treichl in der „Presse“ 2 Mrd. Euro ab, Raiffeisen griff nicht zu. Die österreichischen Banken sind übrigens unterdurchschnittlich in Staatsanleihen des eigenen Landes investiert: Laut Morgan Stanley haben Europas Banken im Schnitt 6% ihrer Assets in Anleihen/Krediten des jeweiligen Heimatlands investiert, in Österreich sind es 4%. (bs)
 

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wegeman1
Wieder eine verlorene Woche für EBS Anleger.2012-05-23 10:51:58
142 Postings

seit 2008-10-13

Das war´s also für diese Woche.
Nicht mal bis zur Wochenmitte hat die Gegenbewegung gedauert.
Die Amis haben uns wieder a Haxl g´stellt mit ihrem
gestrigen Späthandel.
Die EBS wird wohl noch diese Woche wieder unter die 14 rutschen. Also wieder eine verlorene Woche.
Gewinne kann wohl nur mehr der machen, der einige zehntel
EUR zwischen Tageshoch und -tief tradet, weiss nicht wer sich das antut, und mit der neuen KG-Steuer macht das auch keinen Sinn mehr.

, Nr. 1 
antworten
hastinico
595 Postings
seit 2009-04-27


abwarten, nach den gr wahlen ist die ebs unter 10.- zu haben, dann geduld und beim heutigen kurs oder mehr wieder raus

, Nr. 2 
antworten
dempire
468 Postings
seit 2009-11-11


Du denkst tatsächlich dass die EBS bis Ende Juni noch 45% an Wert verliert?
20% sind sicherlich drin, aber alles darüber ist sehr pessimistisch ausgelegt.

, Nr. 3 
antworten
stcorona
6864 Postings
seit 2009-04-22


also so ist es auch wieder nicht, der Montag brachte doch die €14,52
und heute Mittwoch, Moment ich seh mal nach, per 14,55 Uhr am Punkt doch 5 cents Gewinn, da € 14,57 mit.... , Moment ich schau mal nach...., ja mit etwas Aufwärtspotential nach oben um 16,00 Uhr Hauspreisindex und Neubauverkäufe...na geht doch, also nix miesmachen bitte...

...gestern wurde allerdings schön angefüttert, damit sich das abstechen auch lohnt, solange der Kurs sein Niveau hält kann die Vola nicht viel Schaden anrichten.

Die Zeit bis am 17. Juni ist sehr lange an der Börse, ein stupides Seitwärtstreten ist da nicht gefragt. Der Markt sucht sich schon die richtigen Meldungen aus um die CT zu erfüllen. Je höher die Vola, desto mehr Geschäft.

Die gestrigen überraschend guten Zahlen direkt am CT Wendepunkt aus der USA bettelten ja gerade nach einer bad news, aber woher in der Schnelle nehmen ? Wozu haben wird den Papademus, der soll Orakel spielen und der Markt sucht sich dann selbst was aus und fällt. Ist ja echt wahr, die Griechen verpatzen einem wirklich alles.
Its all about Greece and Europe. Und der Papademos arbeitet ja auch täglich hart an der Rettung und macht sich Sorgen, das muss man schon verstehen und nicht abartig an Verschwörung, G&S etc.
reden und immer recht haben wollen und andere Meinungen, nämlich die Banken wären in Ordnung, könnten sich sowas nicht leisten, sind durchwegs ehrlich, in den Dreck ziehen. Dafür muss man auch mal eine Lanze brechen...

, Nr. 4 
antworten
stcorona
6864 Postings
seit 2009-04-22


...der Vorhang geht leider wieder zu, einen € unter 1,26 kann man nicht ignorieren, 1,2584 Alarmsignal und der DAX sieht sich wirklich noch die 6290 an, ob das die E B S aushält oder die Welle kommt ?

RAUS - der EURO fällt wie ein Stein !

, Nr. 5 
antworten
viva Barcelona
532 Postings
seit 2006-06-12


leider fängt es schon wieder so an mit der EBS wie zwischen August - November 2011

Crash 2x mehr als 6% und 2 minimal minus Tage = 4 Tage in Folge ca. -14% dann die Erholungs Tage ein Hohn +1,36% dann +3,59% während die RBI und andere mehr als 6% im Plus waren

und heute -4,33% während RBI nur 2,58% ja das gab es schon mal

und daher glaube ich das die 13,75 nicht halten werden, es sei denn Heute beim Gipfel gibt's ein Wunder


, Nr. 6 
antworten
dempire
468 Postings
seit 2009-11-11


Vielleicht seid ihr Nörgler ja heute zufrieden. Alles im roten Bereich, ausser EBS und ATX.

, Nr. 7 
antworten
hastinico
595 Postings
seit 2009-04-27


wo schaust du nach ebs im minus, rbi im plus - die rbi hat im 1.quartal mehr gewinn gemacht als die ebs im ganzen jahr, sagt doch alles oder?

, Nr. 8 
antworten
hastinico
595 Postings
seit 2009-04-27




Letzter Preis
14,360 -0,07%
ISIN: AT0000652011
Datum, Zeit
24.05.2012, 10:01:40


, Nr. 9 
antworten
dempire
468 Postings
seit 2009-11-11


Zum Zeitpunkt des Posts war die EBS bei mir im grünen.

, Nr. 10 
antworten
wegeman1
142 Postings
seit 2008-10-13


Meine Herren, einfach mal abwarten. Ob´s heute schön oder grauslig wird, liegt wie immer in den Händen von DJ und S&P.
Mir könn´ ma nur zuschauen, und raten ob´s rauf oder runtergeht. Die Befindlichkeiten der Amis sind für mich nicht durchschaubar.

, Nr. 11 
antworten
hastinico
595 Postings
seit 2009-04-27


dzt. alles zu unsicher, warte die gr wahlen ab - entweder unter 10.- oder über 17.-, gr wird es uns zeigen

, Nr. 12 
antworten
dempire
468 Postings
seit 2009-11-11


Schaut nach dem Beginn einer Rallye aus.

, Nr. 13 
antworten


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