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Joseph Stiglitz ist wieder in seinem Element: Der Sparkurs der europäischen Staaten ist nach Einschätzung des Wirtschafts-Nobelpreisträgers der falsche Weg, um die Staatsschuldenkrise in den Griff zu bekommen. Da kommt er wieder durch, der Glaube an das alle Wunden heilende Wachstum. Wie oft haben wir in letzter Zeit gehört, dass Schuldenabbau ohne Wirtschaftswachstum nicht geht. Nachvollziebar ist es auch, dass die Rückzahlung von etwas leichter fällt, wenn es sich um einen relativ (zum BIP) kleineren Betrag handelt. Soweit zum Modell, in dem sich auch Nobelpreisträger aufhalten dürfen - ceteris paribus, sie wissen. Draussen, in der harten Wirklichkeit, muss man sich aber Geld erst zusätzlich ausborgen, wenn ein öffentlicher Sparkurs als falsch erkannt wird. Heisst dann aber, dass in Relation plötzlich mehr zurückzuzahlen ist, da es keinen Staatsausgaben-Multiplikator gibt, der langfristig grösser 1 ist. Wie gingen eigentlich Skandinavien und Asien mit ihren Krisen um? Vereinfacht gesagt wurde (vor allem Asien durch Weltbank und IWF) darauf gedrängt, dass Zinsen angehoben werden (um Investoren anzulocken), es einen Haushaltsüberschuss gibt (um Investoren auszahlen zu können) und notleidende Unternehmen/Banken in die Pleite geschickt werden (damit die Kosten nicht doch noch die Investoren treffen können). Dort haben die Massnahmen im Endeffekt gewirkt. Doch wie sieht es bei uns und heute aus? Die Antwort ist naheliegend - siehe Stiglitz.
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