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30.04.2012
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Sehr offen wird in der Branche darüber gesprochen, dass nicht alle privaten Gläubiger von Griechenland ein Interesse daran haben, sich beim privaten Schuldenschnitt zu beteiligen. Dies, da diese sich etwa ohnehin mit Kreditausfallversicherungen (CDS) abgesichert haben. Dieses Spiel sollen vor allem Hedgefonds treiben, die die Papiere mit gigantischen Abschlägen auf den Nominalwert erworben haben, und nun auf das Recht auf Rückzahlung pochen. Scheitert aber die private Beteiligung, gibt’s auch keine IWF-Gelder.
Gestern erst rühmte sich Mario Draghi ob der liquiditätsstiftenden Massnahmen der EZB, die in seiner doch erst sehr jungen Ägide gleich zu 3-Jahres-Tendern übergegangen ist. Diese dort ausgegebenen 500 Mrd. Euro flossen zwar wieder als Einlage an die EZB zurück, warten aber nur darauf endlich wieder etwa in Staatsanleihen investiert zu werden. Was fehlt ist Sicherheit. Diese wird uns die Politik nicht liefern, bleibt also Draghi und es ist nicht wirklich verständlich, warum er und seine EZB-Mitdirektoren nicht endlich eine Zins- oder besser Spread-Obergrenze für Anleihenemissionen EUROpäischer Staaten ausspricht. Mit der unbeschränkten Feuerkraft der EZB würde sich kein Hedgefonds duellieren. Für Griechenland mag es mittlerweile zu spät sein; Vielleicht auch nicht, wenn sich Politik/Allgemeinheit zu noch höheren Zugeständnissen von Marktakteuren erpressen lassen. Weiteren Versuchen kann nur die EZB einen Riegel vorschieben. Sonst beginnt der Angriff auf den nächsten PIIGS-Staat.
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