ATX sackte gestern um sechs Prozent ab, DAX fiel um fast fünf ProzentDie Kurse stehen unter Druck. Holger Scholze vom Börsenparkett zu den Gründen dafür: "Das muss nicht zwingend mit Ben Bernankes Operation Twist zusammenhängen, da gibt es noch andere Belastungsfaktoren. Operation Twist bedeutet den Kauf von langfristigen
Anleihen im Volumen von 400 Mrd. USD und gleichzeitig kurzfristige Anleihen zu verkaufen. Das dient dem Zweck, die langrfristigen
Zinsen in den
USA zu senken und damit Kredite billiger werden zu lassen. Dann kommt zusätzlicher Druck erstens durch die Meldung, dass die Eurowirtschaft erstmals seit zwei Jahren wieder schrumpft - der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft ist nämlich auf 49,2 Punkte gesunken, von 50,7 im August und 50 Punkte ist die Wachstumsschwelle. Zweitens hat Moody's und Standard & Poors mehrere amerikanische und italienische
Banken im
Rating heruntergestuft. Das drückt speziell auf die Kurse der Banken und macht diesen Börsentag zu keinem guten."
In
Wien schloss der ATX zum ersten Mal seit 2009 wieder so tief und zwar bei 1877 Punkten, ein Minus von 6,1%. Werte im Plus gab es dementsprechend nicht. Das kleinste Minus verzeichneten MAyr-Melnhof mit -0,88, die Österreichische
Post mit -1,4 und
CA Immo mit 1,62%. Zu den schlechtesten Werten zählten
Raiffeisen Bank International mit -8,37, Zumtobe mit -9,14 und die
Erste Group mit -10,03%.
Zurückhaltend äusserte sich
Walter Rothensteiner zu der geplanten
Kapitalerhöhung: "Bei einem
Kurs von 22,1
Euro ist es mir nicht danach.", sagte der RBI-Aufsichtsratschef Rothensteiner. Man wolle das Unernehmen nicht verschenken.
Der Frankfurter DAX schloss am Donnerstag mit einem dicken Minus von 4,96% bei 5164 Punkten. In der Rangliste gab es keine Werte im Plus. Das kleinste Minus verzeichneten Beiersdorf mit -1,67, Linde mit -2,65 und die Deutsche
Börse mit -2,71%. Die grössten Verlierer waren Thyssen Krupp mit -7,91, Metro mit -8,14 und die Deutsche Bank mit -8,39%.
Auf der Suche nach einer Lösung der Euroschuldenkrise Peter Heinrich im Gespräch mit dem Chef-Analysten der RBI
Peter Brezinschek: Reinhören!
Nach der Gewinnwarnung vom Dienstag kommen fast täglich neue Sparmassnahmen von der Lufthansa. Der Kranich will Flüge streichen. "Wir nehmen einen Teil der zusätzlich vorgesehenen Kapazität aus der Planung, indem wir Frequenzen reduzieren, einzelne Verbindungen streichen, kleinere Flugzeuge einsetzen." Dies sagte Lufthansa
-Vorstand Carsten Spohr der "Süddeutschen Zeitung". Er fügte hinzu: "Man muss solche Entscheidungen früh treffen, anstatt mit leeren Flugzeugen in der Krise hinterher zu fliegen."
Der niederländische Investor Pon hat das Übernahmerennen um den deutschen Fahrradbauer Derby Cycle eröffnet. Der Mischkonzern, zu dem seit Jahresbeginn der Fahrradbauer Gazelle gehört, bietet den Derby-Aktionären 210 Mio. Euro oder 28 Euro je
Aktie für die Firma. Die niederländische Accell-Gruppe überlässt ihrem Rivalen Pon kampflos das Feld. und wird kein konkurrierendes Angebot abgeben. Derby Cycle-Chef Mathias Seidler dazu: Reinhören!
Die Deutsche
Telekom AG kauft eigene
Aktien zurück um sie im Programm Share Matching für Mitarbeitervergütungen zu verwenden. Zurückgekauft würden rund 200.000 Aktien was ca. 0,048 des Grundkapitals entspricht.
Weitere Unternehmensmeldungen: Reinhören!
Auch an den anderen europäischen Börsen waern die Verluste nicht gerade kleiner. Der EuroStoxx 50 schloss bei 1998 Punkten und einem Minus von 4,79%, der Londoner FTSE 100 bei 5042 Punkten und einem Minus von 4,67%.
Hinweis: Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit der Raiffeisen Bank International AG. Der Reinhör-Link zu den kompletten Inhalten:
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