Wien - Per 2.Mai 2001 begibt die Thesis Invest
Holding AG, Wien, zwei alternative Anlageprodukte in Form von Genussscheinen. Das
Portfolio des Thesis Diversified Genussrechtskapital wird aus Veranlagungen in
Futures und
Aktien bestehen. Der Thesis Global Futures veranlagt in weltweit diversifizierte Futures. Längerfristig sollen die Produkte durch das Genussscheinmodell Börsefähigkeit erlangen.
"Black Box"-Gefühl vermeiden
Mit drei Grundsätzen wolle die Gesellschaft den Anlegern das Gefühl, in eine "Black Box" zu investieren, nehmen, sagte der ehemalige Generaldirektor der GiroCredit und nunmehrige Präsident des Aufsichtsrats von Thesis, Hans Haumer. Neben Professionalität werde besonderes Augenmerk auf Zugänglichkeit für möglichst alle Anlegerschichten gelegt, die durch eine kleine Stückelung der Genussscheine erreicht werden soll. Der dritte Grundsatz laute Transparenz, die durch Auskunftsmöglichkeiten der Genussscheininhaber über den Handelsansatz und die Zusammensetzung des Portfolios umgesetzt werden soll. Betreut werden die Thesis-Produkte vom Vermögensmanager Gerrit
Rath, der bereits ab 1989 als Investmentmanager für die Hasenbichler Commodities AG tätig war und laut eigenen Angaben seit damals versucht, alternative Anlageprodukte in
Österreich "salonfähig zu machen". Ein gutes, interessantes Investment lebe von der Risikodiversifizierung, betonte der Vermögensmanager. Extreme Schwankungen sollen durch die Verwaltung der Anlagen, bei deren Auswahl sowohl individuelle Volatilitäten als auch deren Korrelation zueinander Beachtung finden sollen, vermieden werden.
Risiko-Ertrags-Relation entscheidend
Als Beispiel nannte Rath die risikodämpfende Wirkung der Beimischung von Aktien-Blue-Chips in den Thesis Diversified, die durch die negative Korrelation zu derivativen Finanzinstrumenten entstehen soll. Man müsse den potenziellen Kunden das Vorurteil nehmen, dass alternative Produkte riskanter sind, nahm auch Haumer zum Thema Risiko Stellung. Das Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag sollte ständig optimiert werden. Somit sei es unerlässlich, zuerst Risiken zu erkennen und sie dann entsprechend zu streuen. "Denn gänzlich vermeiden kann man Risiken nicht", fuhr er fort.
Alternative Anlageformen stellen laut Thesis-Aufsichtsratsmitglied
Christian Helmenstein beispielsweise bei der Altersvorsorge eine interessante Alternative dar. In Phasen, in denen risikoarme Investments kaum
Rendite versprechen und die Aktienmärkte über längere Zeit stagnieren, sei es wichtig, mittels alternativer Investmentformen von einem "breiteren Anlageuniversum" profitieren zu können, meinte Helmenstein.(apa)