Osteuropa zeigt wieder Stärke. War die Konvergenz-Phantasie nach der Jahrtausendwende ein starkes Kaufargument für
Anleger, so wurden Osteuropa-Titel im Zuge der jüngsten
Finanzkrise gemieden. Zu unrecht, denn die Wertentwicklung der Zentral- und osteuropäischen Börsen kann sich durchaus sehen lassen. Abhängig vom Börsenindex konnten in den letzten zwölf Monaten Gewinne zwischen 50 und 85 Prozent erzielt werden.
Und das
Wirtschaftswachstum dürfte anhalten, wenn auch etwas moderater. Durch die hohe Wettbewerbsfähigkeit als Produktionsstandort für den europäischen Markt profitieren die mittel- und osteuropäischen Volkswirtschaften besonders von einer konjunkturellen Erholung in Europa - insbesonders vom Exportwunder
Deutschland. Die Region wird 2011 noch stärker wachsen als 2010 sind Experten überzeugt. Unterstützung kommt von den vielen Infrastruktur-Hilfsprogrammen die mit Geldern der
EU, des IWF und der
Weltbank subventioniert werden und jetzt, nach der Krise, wieder voran getrieben werden.
Anlegern die ihr
Portfolio mit Osteuropawerten abrunden wollen stehen mehrere ETFs zur Verfügung. Der Lyxor
ETF Eastern Europe
(ISIN FR0010204073) bildet den
CECE Composite
Index in
Euro ab. Dieser Börsenindex setzt sich aus den
Aktien der 30 grössten
Unternehmen in
Polen,
Tschechien und
Ungarn zusammen.
Banken sind im Index mit 45 Prozent sehr stark gewichtet. Die Total Expense Ratio beträgt 0,50 Prozent p.a.. Der Stoxx EU Enlarged 15 ETF von iShares (DE000A0D8Q15) setzte auf dividendenstarke Titel der Region. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,52 Prozent p.a.. Der MSCI EM Eastern Europe TRN (LU0392495379) von ComStage bildet an Hand der Streubesitz
-Marktkapitalisierung die Wertentwicklung der entwickelten Aktienmärkte in Osteuropa ab. Die TER beträgt 0,60 Prozent p.a..
Wer stärker in
Russland investieren möchte ist mit dem iShares-ETF MSCI EM Eastern Europe 10/40 (DE000A0HGZV3) gut beraten, in dem russische Werte mit 70 Prozent gewichtet sind. Wer Russland meiden will greift zum MSCI Eastern Europe ex Russia (FR0010717074) von Amundi. Die jährlichen Gebühren betragen 0,45 Prozent der Anlagesumme.