bwin.party und andere europäische Online Gaming Anbieter mit
Poker im
Portfolio warten bislang noch auf die signifikanten Gewinne, die ihnen nach dem harten Vorgehen der US-Behörden gegen die grössten US-Pokeranbieter vorhergesagt worden sind. "Es war damals eine grosse Aufregung im Markt. Die US-Anbieter haben in den vergangenen Jahren allerdings gewaltige Summen in Europa investiert und die Returns waren enorm. Sie haben nach wie vor sehr viel Geld und auch Marktmacht," sagt James Hollins, Analyst bei Evolution, laut Bloomberg.
Die Gründer von Pokerstars, Full Tilt Poker und Absolute Poker waren unter jenen elf
Personen, die das FBI Mitte April festgenommen hat, die Verdachtsmomente lauten u.a. auf Geldwäsche und illegales
Glücksspiel. Die
Aktie von bwin.party legte damals binnen eines Tages 30% zu. Die Annahme: Die US-Riesen büssen ihren Liquiditätsvorteil gegenüber den europäischen Anbietern sowie Marktanteile ein. Anfang Mai berichtete bwin.party auch von einem deutlichen Anstieg der Neukundengewinnung bei Poker in der zweiten April-Hälfte. Die Entwicklung sei "vielversprechend", für konkrete Einschätzungen sei es aber noch zu früh, hiess es damals.
Wie jüngste Daten von PokerScout, eine Website, die den Traffic auf Poker-Seiten misst, zeigen, geht die Entwicklung derzeit eher schleppend voran: Pokerstars hat nach dem erzwungenen US-Stopp laut Bloomberg zwar 29% der Spieler verloren und Full Tilt rund 36%, die von bwin.party betriebene PartyPoker hat allerdings nur 1% gewonnen und OnGame (ebenfalls bwin) 10% verloren.
(red)