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Irgendwie erinnert das an ein Ringelspiel: Griechenland hat kein Geld. Mit frischem Cash können alte Schulden getilgt werden - womit wieder alles von vorne beginnt. Wo beginnt es aber hier? Die (landeseigene) Tiroler Wasserkraftwerke AG (Tiwag) hat ihre Kooperation mit dem deutschen Energiekonzern E.ON verlängert. Bis 2024 liefert die Tiwag nun Spitzenstrom und erhält dafür Grundlast. Begründung: Gerade in den Wintermonaten ist Grundlast in Tirol Mangelware.
Und - bei Partnern soll es ja auf beiden Seiten Gewinner geben - in Deutschland wird Spitzenstrom aus Speicherwasserkraft benötigt, um Schwankungen des Verbrauchs und der Einspeisung aus regenerativen Erzeugungsquellen zu regeln und auszugleichen.
Dabei handelt es sich übrigens um jenes Deutschland, das gar nicht garantieren kann, dass es den Grundlaststrom überhaupt liefern kann - vor allem im Winter. Wie in diesem etwa - Russland brauchte nur ein bisserl weniger Gas liefern, der Wind lieferte nicht die Leistung wie gewohnt - und schon machten die Deutschen ernst und griffen auch in den vergangenen Tagen auf Österreichs Kaltreserve an Kraftwerkskapazitäten zurück. Heisst: Rein theoretisch liefert E.ON gerade Grundlaststrom aus Österreich mit dem Umweg Deutschland an die Tiwag, und bekommt von dieser dafür Spitzenstrom wiederum aus Österreich. Das erinnert nicht nur an ein Ringelspiel, sondern auch an Athen ..
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