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08.09.2016 11:15
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Draghi und die Pleitewelle

Noch haben KSV1870-Statistik und das EZB-Tun wenig gemein - noch ...
 

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Kommentar von Robert Gillinger, Geschäftsführer Börse Express

Zwei Meldungen, die natürlich ursächlich nichts miteinander zu tun haben - aber für die Zukunft vielleicht durchaus symptomatisch sein könnten. Da haben wir auf der einen Seite heute noch den EZB-Entscheid über die weitere Notenbank-Politik - dazu gibt es die jüngste Auswertung des KSV1870. Fazit: Trotz einer allgemein moderaten Insolvenzentwicklung bleibt die Situation für Firmengründer brisant. Denn mehr als ein Drittel der insolventen Firmen ist nicht älter als drei Jahre. Zudem ist der Anteil junger Unternehmen an allen Insolvenzen zuletzt auch gestiegen, auf nunmehr 36,2 Prozent. Die Zahl der Gründungen stieg 2015 im Vergleich zu 2014 um 6 Prozent. Und genau um diesen Prozentsatz gibt es auch mehr junge Unternehmen unter den Pleiten, so der KSV1870: „Je mehr gegründet wird, desto mehr junge Insolvenzen gibt es auch“, heißt es.

Was das jetzt mit Mario Draghi zu tun hat? Direkt nichts, indirekt schon. Denn seit der Ausweitung des Anleihenkaufprogramms der Notenbank auf Unternehmensanleihen verschiebt sich die Schere punkto Refinanzierungskosten zwischen den großen und kleinen Kapitalmarktteilnehmern zu Gunsten jener, die es eigentlich nicht/weniger brauchen - den Großen. Während so die Kleinen aus dem Markt gedrängt werden - schlussendlich nicht nur vom Kapitalmarkt ...

Wenn sich Konzerne wie Henkel oder Sanofi zu MINUS-Zinsen refinanzieren können, kann das keine gesunde Entwicklung sein. Nicht nur, dass ich mir derart den Markt/die Konkurrenz aufkaufen kann, könnte man diese auch einfach aushungern und durch die günstigeren Kosten per Preis unterlaufen - was dann aber eigentlich das Streben der Notenbank nach Inflation wiederum konterkariert. Und notfalls häufe ich mir als Großer einfach einen Berg an Schulden in der Bilanz an - ich verdiene ja daran. Auch so eine Entwicklung kann nicht gesund sein und zeigt, dass die Notenbanken ihre Möglichkeiten bereits ausgeschöpft haben und die Politik sich nicht mehr auf deren Tun ausruhen kann. Jetzt müssen endlich von den politisch Verantwortlichen Taten zur nachhaltigen Stimulierung der Konjunktur gesetzt werden - nachhaltig heißt aber nicht das 20. Konjunkturpaket - nachhaltig sind einzig Strukturreformen. 

Aus dem Börse Express PDF vom 8. September. Dort mit allen Charts und Grafiken. Zum Abo geht es unter http://bit.ly/byCn49 - Abonnenten haben Zugriff auf das komplette PDF-Archiv.

(gill) 

 





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