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Blood runs through our face – but that’s not where all similarity ends

Im Backroom des Wiener Flex gastierten am vergangenen Donnerstag die britischen Newcomer “Editors”. In Scharen strömten nicht nur die HauptstädterInnen in den Klub an der Donau, denn die Editors gehören zur Speerspitze des neuen Alternativ Rocks von der Insel, der die Klassiker mit der Neuzeit vereinen zu versucht. Im Falle der Editors ist dies eine Kombination von Echo & the Bunnymen, The Jam, Joy Division, Interpol und Coldplay. Und dennoch können die vier Briten mit einer gewissen Eigenständigkeit aufwarten, die genau dafür verantwortlich ist, dass sich die Editors mit ihrem Debut “The Back Room” an diese Speerspitze hievten. Begonnen wird obligatorisch mit dem Opener “Lights”, der auch die Richtung für die kommenden 75 Minuten angeben soll. Songs über Schmerzen, die gemeine Welt, die Ungerechtigkeit, über die blutigen Finger der Fabriksarbeiter Tom Smith spricht es alles aus. “Blood” und “Bullets” folgen, wobei die Editors teilweise stark an die oben genannten Vorbilder aus den vergangenen Jahrzehnten erinnern, bei “Camera” und “All Sparks” ähnelt nicht nur die schmerzverzerrte Pose und die geschlossenen Augen bei den Pianoakkorden an Chris Martin. Dennoch, die Editors sind sympathisch und frisch, auch wenn man alles schon gehört zu haben glaubt. Auch wenn die Versuche das (leider) historischerweise lahme österreichische Publikum zum mitsingen/tanzen zu animieren fehlschlagen, man merkt dem Quartett die Spielfreude an. Nach gut einer Stunde schleicht sich der erste “neue” Song in die Setlist ein, danach folgt “Munich” worauf man sich verabschiedet. Ein weiterer neuer Song sowie “Fingers in the Factories” beschliessen den angenehmen Abend, nach welchem man sich fragen kann ob die Ähnlichkeit der Musiker, von der Smith in “Blood” spricht, mit dem Blut das in deren Venen fliesst auch wirklich endet. Wahrscheinlich nicht, aber an Grössen aus der Vergangenheit und auch der Gegenwart zu erinnen, muss nicht immer schlecht sein.

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Direkt aus der Londoner Musikszene berichtet unser Korrespondent Andi Posavac

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