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Audioslave live in der Brixton Academy


All-Star-Bands gehen selten gut. Vor allem wenn die Mitglieder aus besonders erfolgreichen, wegweisenden Rockgruppen kommen, ist dies meist schwer zu toppen. Dennoch bleibt der Erfolg nicht aus, so auch bei Audioslave, die diese Woche die Londoner Brixton Academy drei Tage in Folge bis zum letzten Platz befüllten. Das Gespann aus ehemaligen Rage Against the Machine-Musikern sowie Soundgarden-Sänger Chris Cornell liess auch am Abschlussabend keine Zweifel aufkommen. Audioslave rockten von der ersten bis zur letzten Sekunde. Brad Wilk und Tim C. erzeugten am Schlagzeug und Bass einen lawinenartigen Soundteppich, dazu begeisterte Tom Morello mit ominösen Soli mit ausgestreckter Gitarre und Chris Cornells Stimme schnitt sich auch bei leisen Lautstärken intensiver denn je in die Trommelfelle der 5000 Besucher. Audioslave präsentierten brav zur Hälfte ihr Debut, zur anderen Hälfte das zweite Album „Out of Exile“. Erstmals wurden auch Nummern der Ursprungsbands live gespielt und komischerweise waren es gerade diese Nummern, die Gänsehaut erzeugten. „Spoonman“ zu hören tat gut, genauso wie „Black Hole Sun“, welches furchterregende Erinnerungen an die enorme Qualität Soundgardens aufkommen liess. Bei RATM-Klassikern tat sich Cornell allerdings schwer, vor allem sah der Frontman ohne Gitarre verloren und manchmal hilflos aus. Doch „Killing in the name of“ oder „Sleep now in the fire“ existieren auch so. Audioslave revolutionierten zwar nicht, aber fast. Selten hat eine zusammengewürfelte All-Star-Band soviel Druck erzeugt, selten ein über 40-Jähriger so gerockt, selten hat man so viele offene Münder gesehen. Ein unfassbarer Wirbelsturm der besonderen Art währte drei Tage in Brixton. Audioslave, ach hat das gut getan.

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Direkt aus der Londoner Musikszene berichtet unser Korrespondent Andi Posavac

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