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Threads 9 - 12 zu V-Steuer

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Zahnfee
Ausnahmen von der V-Steuer2008-05-04 12:07:39
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Lt. ÖVP sind folgende Ausnahmen geplant:


Eigenheime und Eigentumswohnungen

Grund und Boden (obwohl hier mMn am meisten Spekulation betrieben wird - aber die ÖVP-Kernwählerschicht will man ja nicht verprellen, schon klar)

Altersvorsorge (inkl. Lebensversicherungen und Mitarbeiterbeteiligungsmodelle)

Ich habe mich schon entschieden:
Sofern dieser Unsinn im Herbst kommt, dann werde ich schrittweise meine Depots auflösen und alle Erlöse in meine Lebensversicherung einbringen.
Ab diesem Zeitpunkt werde ich mich jedenfalls nicht mehr mit Aktieninvestments beschäftigen.

Das Chance/Rendite/Risiko - Verhältnis wird durch diese Doppelbesteuerung (Dividendensteuer + Zuwachssteuer inkl. Gebührenerhöhung der eintreibenden Banken) von Aktien ja uninteressant.

Zahnfee
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> Re(1): Ausnahmen von der V-Steuer2008-05-27 19:15:08


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Ich gehe davon aus, dass diese Steuer kommt.

Bin schon teilweise dabei, Aktienerlöse in meine Lebensversicherung einzubringen (Geld war ursprünglich für Daimler- und Rosenbauer - Aktien gedacht).
Der geldgeile Staat bekommt von meinen Erträgen nichts außer den obligatorischen 4% Versicherungssteuer....

Zahnfee
Abgeltungs- und V-Steuer2008-05-01 15:00:41
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In Deutschland gibt es schon erste Produkte gegen die neue Abgeltungssteuer.
Vor allem handelt es sich dabei um Versicherungskonstrukte, welche als Mantel um z.B. ein Wertpapierdepot gelegt werden können.
Diese Lösung wäre wahrscheinlich auch in Österreich durchaus interessant.

Aber diese Konstruktion hat natürlich wieder ein paar Nachteile:

Das Depot kann dann nur mehr über einen Vermögensverwalter der jeweiligen Marktsituation entsprechend angepasst werden. Verkäufe und Käufe von Aktien kann man selber keine mehr durchführen - nur mehr per Auftrag an den Verwalter möglich.

Der Vermögensverwalter arbeitet natürlich nicht kostenlos. Die Verwaltungs- u. sonstigen Gebühren fressen mitunter den Steuervorteil des Versicherungsmantels vollkommen auf.

Interessanter Link zu diesem Thema auch auf Wikipedia zu finden unter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsmantel

Zahnfee
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> Re(1): Abgeltungs- und V-Steuer2008-05-01 17:19:58


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Die technische Umsetzung der deutschen Abgeltungssteuer scheint leider kein großes Problem zu sein:

Hier haben kompetente dienstleister bereits Lösungspakete entwickelt, die eine rasche Umstellung der Banken ermöglichen werden.

http://www.agentes.de/index.php

Daher wird es auch in Österreich vermutlich kein größerese Problem bei der Abführung geben.
Eine andere Sache ist allerdings die frage der Verfassungskonformität im Hinblick auf die vielen Ausnahmen.
Ich denke, dass diese Ausnahmen wohl nicht lange steuerfrei bleiben werden.
Die V-Steuer wird kommen, und mir ihr wird der Staat ein lukratives Mittel zum befüllen des Staatssäckels erhalten.

Was bleibt, ist die Kapitalflucht oder auswandern.

schrauber
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>> Re(1): 2008-05-01 17:30:08


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Oder du wirst prof. Trader!
Mit 25% wärst du dann wesentlich unter der Einkommensteuer!

penunce
Steuerreform als Taschengeld-Erhöhung2008-04-28 12:44:13
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Christian Ortner am Samstag
Steuerreform als Taschengeld-Erhöhung

Wenn nicht alles täuscht, wird die kommende Steuerreform ungefähr so aussehen: All jene, die nichts oder nur eher wenig zum Bruttosozialprodukt (BSP) beitragen – also die sogenannten kleinen Leute – werden ein bisschen dazu bekommen; all jene, die dieses BSP im Wesentlichen erwirtschaften, also die sogenannten Besserverdiener, werden mit viel Glück gerade die kalte Progression der letzten Jahrzehnte abgegolten bekommen, also real nicht wirklich entlastet werden; und den wirklich Reichen wird die Reform, wie jede andere auch, mangels persönlicher Relevanz ziemlich gleichgültig sein (für sie gilt im Normalfall ohnehin ein maßgeschneidertes Steuerrecht).
Es ist deshalb ganz herzig, wenn nun über Details wie die Ausgestaltung des "Familiensplittings" jede Menge Wind gemacht wird – tatsächlich verstellen derartige Nebenfronten der Steuerdebatte nur den Blick aufs Ganze. Dieser Blick zeigt: Selbst sehr moderat besser Verdienende werden mittlerweile in einer Art und Weise besteuert, die konfiskatorisch zu nennen noch eine Beschönigung ist. Was den Betroffenen freilich in den meisten Fällen gar nicht bewusst ist.

Angenommen, Sie verdienen als Angestellter 4000 Euro brutto im Monat, was gut, aber nicht die Welt ist. In diesem Fall haben sie das Vergnügen, rund zwei Drittel ihrer Arbeitsleistung an den Staat abzuführen und dürfen gerade ein Drittel als Taschengeld behalten, was eher an die Verhältnisse im verblichenen Realsozialismus erinnert als an den angeblichen Neoliberalismus unserer Tage.

Denn: 4000 brutto (üblicherweise mal 14) ergibt 56.000 pro Jahr. Dazu kommen 17.200 Euro, die Ihr Arbeitgeber für Sie an Abgaben abführt, macht also 73.200 Euro, die Sie real zwar leider nicht in Barem verdienen, aber erwirtschaften.

Nach Abzug aller Steuern und Abgaben bleiben Ihnen davon ganze 34.100 Euro netto pro Jahr. Angenommen, Sie sparen 4100 Euro und konsumieren die restlichen 30.000 Euro, so führen Sie noch einmal 5000 Euro an Mehrwertsteuer ab – bleiben Ihnen also netto 25.000 Euro. Und zwar 25.000 von ursprünglich mehr als 73.000 von Ihnen erwirtschafteten Euro. Oder: zwei Drittel für den Staat, ein Drittel Taschengeld für Sie.

Das – und nicht irgendwelche zweitrangigen steuerlichen Bestimmungen – ist der Kern des Problems: dass der Staat über einen viel zu großen Anteil der Wirtschaftsleistung verfügt und der Einzelne über einen viel zu geringen.

Am Anfang einer ernsthaften Steuerreform stünde daher nicht ein Kuhhandel zwischen den Koalitionären über Details, sondern eine signifikante Reduktion der Staatsausgaben. Erst dies ermöglichte dem Finanzminister, an die Stelle einer bloßen Taschengeld-Erhöhung für die Leistungsträger eine halbwegs angemessene Höhe der Besteuerung zu setzen. Wozu es freilich, so wie es derzeit aussieht, in nächster Zeit nicht einmal annähernd kommen wird.

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?Ta...




Zahnfee
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> Re(1): Steuerreform als Taschengeld-Erhöhung2008-04-28 13:05:19


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So sieht die fiskalpolitische Realität aus!

Aber ganz krass finde ich vor allem unseren Sozial-Robin-Hood, den Erwin Buchinger.
Wenn man dem seine geistigen Ergüsse, die er in diversen Interviews so von sich gibt, zuhört oder liest, könnte einem glatt schlecht werden!

Die Belohnung für so eine Denkweise wird nicht lange auf sich warten lassen:

Der Aktienmarkt in Österreich hat seine junge Blütezeit bald hinter sich.
Obwohl er nie vollentwickelt war, wird er künftig ordentlich zu Klump gehauen.

Weil jeder der sich Aktien leisten kann, ist ja reich.

Also liebe Regierung: schröpft den Kapitalmarkt recht ordentlich, damit man aus den Trümmern in 10 Jahren wieder einen neuen Markt erschaffen kann.
Die Vorrausetzung für einen Aufschwung ist ja vorher ein kräftiger Abschwung.

Zahnfee
EU-Zinsrichtlinie 20052008-04-10 12:38:42
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Jeder, der sich eingehend mit dem Thema Depotübertragung ins EU-Ausland beschäftigt,
wird früher oder später mit der sog. "EU-Zinsrichtlinie 2005" konfrontiert.
Soweit mein Infostand darüber vollständig und richtig ist, weiss ich folgendes darüber:

Länder wie Österreich, Schweiz od. Liechtenstein weigern sich ja bekanntlich, Kontrollmitteilungen (= Info über Name, Vorname u. Geburtsdatum d. Kontoinhabers, Zins- u. Dividendenzahlungen aus dem lfd. Jahr) an die EU zu geben.
Stattdessen heben diese Länder eine "Quellensteuer" (od. auch "Zahlstellensteuer") ein, welche zur Zeit bei ca. 15% liegt (ab Juni/Juli 2008 immerhin 20 %, ab 2011 satte 35 %);

Diese Steuer wird auf Dividenden und Zinsen eingehoben, WENN es sich um Privatpersonen handelt.
Juristische Personen sind davon ausgenommen.

Mal ganz abgesehen vom wirtschaftlichen Aspekt finde ich es eine Dreistigkeit sondergleichen von der EU, alle EU-Bürger zu"gläsernen Bankkunden" machen zu wollen.
Dies alles unter den Schlagworten "gegen Terrorfinanzierung, Geldwäsche".

Soetwas ist grundsätzlich abzulehnen.

Zahnfee
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seit 2007-10-18
> zur EU-Quellensteuer2008-04-21 11:21:37


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Mittlerweile bin ich ein wenig schlauer geworden, wie die Einhebung der EU-Quellensteuer
anscheinend passiert.

Die Steuer wird nach Auskunft meines Wertpapierberaters direkt "an der Quelle" abgezogen.
Das bedeutet: Wenn man z.B. Aktien der Deutschen Bank hat, dann wird auf den Dividendenbetrag die QueSt schon abgezogen (und dem deutschen Fiskus zugeführt), bevor das Geld auf das Wertpapierdepot in Schweiz oder Liechtenstein oder den Cayman Islands ankommt.

Auf den Cayman Islands oder in Liechtenstein wird dann von seiten der dortigen Banken nichts mehr zusätzlich abgezogen.

Aber wenn künftig eine QueSt von bis zu 35% abgezogen wird, dann würde sich ein Depotwechsel ins steuerschonende Ausland ja gar nicht mehr rechnen.

Für mich stellen sich aber noch weitere Fragen:

Wenn man hört, dass die QueSt nicht für juristische Personen (Gesellschaften) gilt, dann verstehe ich nicht, wie seitens der Steuerbehörden dabei unterschieden werden kann.

z.B. dürfte das Schweizer Bankgeheimnis m.M.n. ja keine Auskünfte darüber geben, ob es sich um eine juristische oder um eine natürliche Person handelt, die diese Dividenden bekommt.
Oder ist hier die Grenze des Bankgeheimnisses, dass diese Auskunft noch gegeben werden darf?

Wenn sich wer mit internationalem Steuerrecht auskennt, bitte um Auskunft!

Ansonsten muss ich mal einen gewieften Steuerberater aufsuchen, der mir die Möglichkeiten der legalen "Steuervermeidung" erklärt :-D

Zahnfee
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seit 2007-10-18
>> Diese Regierung!2008-04-21 11:50:44


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Es ist schon erstaunlich, wie stümperhaft sich unsere "Volksvertreter" nach außen hin geben:

Da wird zuerst davon gefaselt, den Mittelstand zu entlasten.
Dann führt man eine neue Steuer (die tolle VermöZuwaSt) ein, und belastet den Mittelstand wieder, bzw. verhindert man, dass sich jene aus der Unterschicht überhaupt
einmal in die Mittelschicht vorkämpfen können.

Gleichzeitig führt man wieder das "Giesskannenprinzip" ein und verteilt grosszügig Steuergeschenke, damit die Unterschicht und die durch die Steuerlast abgestürzte Mittelschicht wieder Hoffnung schöpfen kann.

Allmählich wird mir klar warum, man so beschränkt agiert:

Zuerst muss man die Leute ja arm machen, damit man ihnen mit Steuergeschenken "helfen" kann.
Und nur wenn man den Leuten Steuergeschenke machen kann, gewinnt man die nächste Wahl.

So schaut die paradoxe Logik hinter diesem steuerpolitischen Fehltritt aus!
Immer schön die Leute finanziell "am Boden halten", damit diese auch weiterhin von der Steuerpolitik abhängig bleiben!


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