Ich schätze Ihren (T.C.) Kommentar da er Durchblick zeigt und das gesamte Bild bespricht.
Mit den Bodog Ertragszahlen von US$ 210 Mio. bei ca. US$ 6 - 7 Mrd. Wett- bzw. Spielumsatzbearbeitung kann ich allerdings nicht übereinstimmen, da diese Erträge schon im Vergleich mit anderen Unternehmen wesentlich höher sein müssten, nämlich ein Vielfaches davon. Aber es ist eben ein Privatunternehmen und ausser Calvin Ayre wird kaum jemand die richtigen Daten kennen.
Klar, Bodog macht einstweilen in der Übergangsfrist voll und ganz mit der Kundenacquisition in den USA weiter.
Alternativen im Zahlungsverkehr sind z.B. Money Orders bzw. vielleicht auch Western Union, usw., die zwar auch grundsätzlich im neuen Gesetz verboten sind, doch realistisch schwer zu überprüfen sind. Dazu gibt es noch Direct Deposits und dgl. via Banken die absolut im neuen Gesetz verboten sind, doch wenn eine andere Firma als Bodog dazwischen geschalten ist, dann ist die Sache nicht am ersten Blick erkennbar, sondern erst bei einer detailierten Investigation. Als eine weitere Alternative gibt es Offshore Bankkonten z.B. in Aruba, Bahamas, Bermuda, Cayman, Cocos, usw. die derzeit angeblich von ca. 8 Mio. Amerikanern verwendet werden, und es gibt gewisse Servicefirmen die für Amerikaner solche Konten legal einrichten. Auf diesen Inseln gibt es teilweise grosse internationale Banken wie z.B. Barclays, Nova Scotia Bank usw.
Costa Rica ist ähnlich wie Gibraltar, Aruba, Antigua, usw. - dem stimmen wir bei, eben eine Offshore Jurisdiction.
Der U.S. Anteil am Online Gaming ist enorm, indem z.B. Party Gaming sogar über 80% ihrer Einnahmen von Amerikanern bezogen hat, nämlich je nach Spiel bzw. Spielart 84-90%, doch es muss ihnen Recht gegeben werden, bei Bwin ist der US Anteil relativ gering, wobei eben Bwin die Firma Ongame gekauft hat um diesen Anteil zu steigern, was allerdings durch das neue Gesetz jetzt nicht mehr möglich ist.
Das Vorgehen der USA mit dem neuen Unlawful Internet Gaming Act ist absolut legal und die WTO wird da nichts machen können. Aber während einer Prohibition ergeben sich auch viele Möglichkeiten, man denke an Mitte der 20er Jahre mit Al Capone, den Kennedys, usw. - war nicht unbedingt legal, aber Hollywood hat sich Jahre danach über den gelieferten Story Stoff gefreut.
Online Gaming wird in den USA ohnehin in ein paar Jahren legal sein, ... es muss nur das Gesetz im Detail ausgearbeitet werden, - ähnlich wie beim Online Pharmacy Geschäft aus Canada usw., dass in den letzten Jahren verteufelt wurde usw. und angeblich illegal in den USA war, doch jetzt grossteils gesetzlich geregelt ist, bzw. sich langsam legal in den einzelnen Bundesstaaten einpendelt.
Hinsichtlich Bwin sollte es sicherlich keine Zweifel geben, dass Bwin frei ihr Sportwettengewerbe auch durch Annahme via Internet sowie Werbung dafür in allen Staaten wo sie eine Konzession dafür haben, frei durchführen können, ... und einige Deutsche Länder haben sich sicherlich ein Eigengoal geschossen, indem sie die Ausübung des konzessionierten Sportwettenbetrieb von bwin mit Klagen, usw. verhindert bzw. unterbunden haben, denn wenn bwin eine Konzession in solchen Staaten hat, dann ist eh' klar dass die das betreffende Gewerbe ausüben dürfen, sonst wäre keine Konzession an bwin erteilt worden.
Das Problem ist nur das Casino Glücksspiel dass die bwin Website allen Websitebesuchern zugänglich macht, denn für das Casino Glücksspiel inkl. Lotterien, usw. hat bwin anscheinend nur die Gibraltar Lizenz bzw. auch vielleicht die Kahnawake, Belize, usw. Online Casinoglücksspiellizenzen. Doch diese Glücksspiellizenzen sind keinefalls generell weltweit anwendbar und die Ausübung des Casino Glücksspielbetriebes inkl. Lotterien verstosst ganz eindeutig gegen die Glücksspielgesetze in den meisten Ländern, inkl. die Gesetze in Österreich. Da bwin keine Trennung zwischen dem konzessionierten Sportwettenbetrieb in den einzelnen Staaten und dem angebotenen Casino Glücksspiel auf deren Website macht bzw. eben diese Glücksspiele dort offeriert und Kunden aus dem EU Raum von allen möglichen Staaten lukriert, dürfte bwin auch in jenen Staaten wo es gegen das Glücksspielgesetz verstosst keine Werbung machen, so auch nicht in Österreich, da bwin dort auch keine Glücksspiellizenz für den Casino/Spielbankenbetrieb hat, denn nur die Casinos Austria bzw. die Österr. Lotterien haben solche Glücksspiellizenzen. Und nach dem österr. Glücksspielgesetz dürfen keine ausl. Glücksspiele in Österreich beworben werden, und es gibt auch eine Postbestimmung in der nicht einmal Werbematerial diesbezüglich nach Österreich versendet werden darf.
Die G'schichte des Beispiels ist immer das gleiche, nämlich wenn das Vorgehen der bwin hinsichtlich Online Casino Games und Lotteries legal wäre, und man sich auf die Gibraltar Lizenz beruft, dann kann jeder hergehen und eben sich eine kostengünstige betreffende Gibraltar Lizenz zulegen, und einfach nicht nur Online Casinos eröffnen, sowie dafür in Österreich und in den anderen Staaten werben, sondern man könnte damit auch gleich Casinos in Österreich und den anderen EU Staaten eröffnen, wobei Brick & Mortar Casinos für Spielteilnehmer wesentlich sicherer sind als z.B. Online Casinos, ... wegen der Kontrolle, usw.
Doch jedes Casino in Deutschland, Italien und Österreich, usw. muss eine Spielbanken Konzession haben, und unserer Kenntnis nach hat bwin keine Spielbanken Konzession in Österreich oder sonst wo, ausser eben ihre Gibraltar Lizenz mit der sie überall hausieren gehen. Die EU Kommission ist für eine geregelte Freigabe des Glücksspielmonopols indem es auch Privatunternehmen ermöglicht wird, Spielbankkonzessionen in den diversen Staaten zu erwerben, ... und das ist die ganze G'schicht bei der EU.
Sie können auch unserer Blogs dazu auf be24.at lesen wobei wir einen ausführlichen Artikel/Blog mit Vergleichszahlen, Analyse, sowie eine updated Bwin Bewertung aufgrund der neuen 2006er Zahlen usw. über BWIN am 28.10.2006 geschrieben haben:
http://www.be24.at/blog/entry...
Die Q3 Zahlen von Bwin werden interessant sein und wahrscheinlich sehr gut ausfallen, doch die Q4 bzw. auch die Q1/2007 werden viel wichtiger sein und über die Weiterentwicklung d.h. Umsatzwachstum, etc. des Unternehmens Bescheid geben.