TEAK HOLZ INTERNATIONAL AG / Jahresfinanzbericht 2010-01-28 14:03:02
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EANS-Adhoc: TEAK HOLZ INTERNATIONAL AG / Jahresfinanzbericht GJ 01.10.2008 bis 30.09.2009: Wertberichtigung bei biologischen Aktiven (Plantagen) und Holzvorräten begründen Betriebsergebnis
Die weltweiten Entwicklungen am Finanz- und Realmarkt haben auch die Aktivitäten der TEAK HOLZ INTERNATIONAL AG, mit Sitz in Linz, Österreich, im Geschäftsjahr 2008/2009 beeinflusst.
Im nun laufenden Geschäftsjahr setzt die THI AG auf die Maßnahmen:
+ Verantwortungsvolles Plantagenmanagement
+ Forcierung des internationalen Handels mit Fremdholz
+ Sicherstellung weiterer Kreditlinien
+ Umsetzung der Expansionsstrategie
Bereits zum Halbjahr des GJ 2008/09 wurden die ersten Auswirkungen des globalen Konjunkturabschwungs und dem damit verbundenen Preisrückgang für junges Durchforstungsholz aufgezeigt. Es wurde eine wesentliche Wertberichtigung auf die Holzvorräte aus den Einzelbaumentnahmen vorgenommen, die in der Folge das Jahresergebnis mit prägte.
Der zweite große Einflussfaktor auf den Konzernabschluss zum 30. September 2009 war die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte der biologischen Aktiven (die in den Plantagen wachsenden Teak-Bäume). Die Anpassung bei Durchforstungshölzern führte neben dem planmäßigen Ergebnis aus der operativen Tätigkeit zum negativen Konzern-Jahresgesamtergebnis in der Höhe von TEUR 10.113.
Bezüglich der Details wird auf die Ausführungen im Jahresfinanzbericht (Konzernabschluss, Jahresabschluss, Lageberichte, etc.) verwiesen. Das pdf-Dokument ist ab heute auf der Unternehmenshomepage www.teak-ag.com im Bereich Investor Relations, Finanzberichte abrufbar.
Das Management hat auf die Marktveränderungen ab Herbst 2008 als Sofortmaßnahme die Baumentnahmen so weit zurückgenommen, wie es für ein gesundes Wachstum von verantwortungsvoll geführten Plantagen noch zulässig ist. Ziel des Unternehmens ist die beste Teakholzqualität zum Zeitpunkt der finalen Ernte zu schaffen, um durch Premiumqualität attraktive Preise und Erträge zu erzielen. Das Management erwartet mittel- bis langfristig eine positive Entwicklung auch wieder bei den Marktpreisen für junges Durchforstungsholz aus Plantagen.
Das Geschäftsmodell des im Wachstum befindlichen Unternehmens ist langfristig ausgerichtet. Bis die getätigten Investitionen und Vorlaufkosten sowie die laufenden Betriebsausgaben durch den Verkauf von Teakholz aus eigenen Plantagen gedeckt werden können, stellt die Sicherung der mittelfristigen Liquidität aus heutiger Sicht eine wesentliche Aufgabe für das Management dar.
Im Berichtszeitraum wurde im Konzern ein Risikomanagementsystem etabliert. Gemäß den Absicherungsmaßnahmen wurden während des Geschäftsjahres 2008/09 die bereits durch das Management vorbereiteten Schritte zur Aufbringung von zusätzlichem Fremdkapital zur Deckung des Finanzierungsbedarfs umgesetzt.
Parallel betreibt der Konzern eine strenge Budget-Politik und verfolgt das Ziel, über verstärkte Maßnahmen im Bereich des Fremdholzhandels sowie über steigende Umsätze beim Verkauf von Teak-Terrassen den Cashflow sukzessive zu verbessern.
Die THI AG arbeitet an der Realisierung einer Plantagenerweiterung, da die aktuellen Rahmenbedingungen gute Voraussetzungen zum Ankauf von Fremdplantagen bieten. Der Konzern will bis zum Jahr 2014 die Plantagengesamtfläche schrittweise auf ca. 4.500 Hektar mehr als verdoppeln.
Nachhaltigkeit: Die aktuell intensiver werdende mediale Diskussion zu dieser Thematik trägt zur Erhöhung der Bekanntheit der Anlageform Holz bei. "Grüne" Geschäftsmodelle, wie jenes der THI AG, werden zunehmend attraktiver. Die Notierung der TEAK-Aktie im Österreichischen VÖNIX-Nachhaltigkeitsindex ist ein weiteres positives Zeichen.
Im vierten Quartal wurden enorme Wertberichtigungen auf Holzverräte (5 Mio)
und Abwertungen der biologischen Vermögenswerte (sprich: Wald) vorgenommen.
Zum Vergleich: Nach dem Q3-Ergebnis betrug der Verlust "nur" 4,2
Mio. Alleine in Q4 kamen nochmals fast 6 Mio Verlust oben drauf.
Der Umsatz dümpelt mit 0,8 Mio unverändert auf Mininiveau und
weit unter allen bisherigen Prognosen.
Da die Finanzierung nur bis 2010 gesichert ist, wird es für THI kritisch.
Glaube kaum das bei diesen mini. Umsätzen sich je ein groß Investor rein geht, geschweige dem kann man TEAK Aktien seinen klein Kinder Schenken die haben dan vieleicht in 10 Jahren soliden Gewinn ...
Ist Plantagenfläche das neue Gold?2009-12-05 22:51:07
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Laut THI-Website beträgt die Plantagengröße 1.934 ha =19.340.000 m2 (Stand 30.9.2008, aktuellere Zahlen habe ich leider nicht gefunden). 6.241.032 Aktien wurden ausgegeben. Damit erwirbt man pro Aktie 3,01 m^2 Plantagenfläche. Anders gesagt: beim aktuellen Kurs von 3,20 bezahlt man pro m^2 Teakholzplantage nicht einmal 1 Euro.
In Krisenzeiten gehen Investoren gerne in Gold – Inflationsschutz, weil nicht beliebig vermehrbar usw. Ähnliches gilt aber auch für Grund und Boden. Warum wird die Aktie nicht wie wild gekauft?
Pro:
Der Wert dürfte bei einem Quadratmeterpreis von 1 Euro unabhängig vom individuellen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens gesichert sein.
Vielleicht tut sich ja beim Klimagipfel was. Wenn der CO2-Zertifikathandel in die Gänge kommt, dann tut sich für TEAK neben dem Holz noch eine weitere Einnahmequelle auf.
Kontra:
Die ältesten Bäume der Plantagen sind erst etwas über 14 Jahre alt. Die guten Holzverkaufspreise werden also noch etwas auf sich warten lassen.
Ich habe meinem Portfolio jedenfalls eine kleine Position TEAK-Aktien beigemengt. Nicht zu wenig, damit sich ein allfälliger Gewinn auch rentiert; nicht zu viel, damit die Gesamtperformance nicht ruiniert wird, wenn die Aktie noch Jahrelang dahindümpelt.
Für die Berechnung des Quadratmeterpreises reicht eine einfache Division. Erst bei der Frage, wie viel die Plantage bzw. das Unternehmen Wert ist, kommen die Schulden ins Spiel, aber auch die Vermögenswerte.
Der Geschäftsbericht 2009 soll am 28. Jänner kommen. Der GB 2008 zeigt ein Unternehmen, das gut dasteht:
Vermögenswerte: 135,2 Mio.
Eigenkapital: 112.1 Mio.
Schulden: 23,1 Mio.
Dem steht eine Marktkapitalisierung von aktuell nur 19,8 Mio. gegenüber!
Gegenüber dem Jahr 2007 sind die Vermögenswerte und Eigenkapital gestiegen und die Schulden gesunken. Einziges Manko ist, dass das Geld noch im Wald steht und nicht im Finanzergebnis. Aber der lange Zeithorizont liegt in der Natur eines forstwirtschaftlichen Investments.