„Vor der Krise lag die Ausschüttungsquote bei 30 Prozent“, klärt der CFO auf. Ob man diese Quote halten wird, sei ungewiss, da man jedenfalls eine Dividendenrendite im einstelligen Bereich anstrebe. Das sei beim aktuellen Kursnivau nicht der Fall.
Also ich versteh dass so:
Anscheinend wird ein entsprechend hoher Gewinn erwartet, dass bei aktuellem Aktienkurs und einer Ausschüttungsquote von 30% sich eine Dividendenrendite größer/gleich 10% ergäbe.
Sollte sich der Aktienkurs in der Folge nicht deutlich erholen (was ich nicht glaube) dann würde man die Ausschüttungquote dementsprechend reduzieren, da eine Div.rendite im 1-stelligen Bereich angestrebt wird.
Irgendein Fond scheint aktuell gar nicht dieser Meinung zu sein.
KGV unter 4, hohe Dividende .. ich bin hier mal gegen den Strom eingestiegen. FALLS es doch noch zu einer Jahresendrally kommen sollte, wäre Polytec einer meiner Favoriten.
Polytec: Die Zeichen stehen auf Wachstum - Kursverdoppelung ?2011-08-24 17:43:19
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seit 2009-04-22
Ich denk mal da über ein Long Invest nach und stell mal diese Analyse rein
Nach der durchgeführten Sanierung will Polytec vor allem sein Kerngeschäft mit Motorraumteilen und Car Styling weiter ausbauen. Die Österreicher profitieren vom Aufschwung in der Autoindustrie und sind im Branchenvergleich sehr günstig bewertet.
Unternehmensprofil
Die österreichische Polytec Holding AG ist ein bedeutender Lieferant von Kunststoffteilen für die Automobilindustrie. Der Fokus liegt auf der Produktion von Exterieur- und Motorraumteilen sowie auf der Fertigung von Funktions- und Zubehörteilen. Das Familienunternehmen ist in zwei Segmente mit drei Kompetenzbereichen aufgeteilt. Im Segment Automotive/ Systems werden Spritzgussteile für den Motorraum (z. B. Zylinderkopfhauben, Ölwannen) und faserverstärkte Kunststoffteile für Lkw (z. B. Kabinendächer, Motorabdeckungen, Frontgrills) hergestellt.
Der Bereich Interieur des Automotive-Segments wurde kürzlich verkauft. Im Segment Car Styling ist Polytec ein Spezialist unter anderem für Schwellerleisten, Spoiler, Scheinwerfergitter und Front-/Heckschürzen. Hauptkunden sind VW, BMW, Daimler, Ford, Volvo, Aston Martin, MAN und Scania. Standorte finden sich in 8 Ländern Europas sowie in Kanada und den USA. Allein in Deutschland ist Polytec mit 5Werken vertreten. Polytec wurde 1986 vom Vorstandsvorsitzenden Friedrich Huemer gegründet und notiert seit 2006 an der Wiener Börse.
Überzeugende Halbjahreszahlen
Nach einer umfassenden Restrukturierung im Jahr 2009 und der Trennung von wenig profitablen Tochtergesellschaften in den vergangenen Monaten ist Polytec wieder auf Erfolgskurs. Die Geschäftsentwicklung ist aber auch vom anhaltenden Aufschwung in der Autoindustrie geprägt. Die Polytec-Kunden verzeichnen deutliche Zuwachsraten beim Pkw- und Lkw-Absatz. Der Umsatz stieg im 1. Halbjahr um 10,8% auf 405,4 Mio €, wobei der Vergleichswert des Vorjahres noch 13 Mio € einer zwischenzeitlich veräußerten italienischen Tochter enthält.
Das operative Ergebnis hat sich auf 29 Mio € nahezu verzehnfacht. Ursächlich waren auch positive Effekte aus dem Verkauf des Bereichs Interieur (dazu später), die erfolgreiche Sanierung von Werken in Spanien und Deutschland sowie geringere Abschreibungen. Unter dem Strich gelang mit 25,5 Mio € Gewinn die Rückkehr in die schwarzen Zahlen.
Ausgezeichnete Wachstumsperspektiven
Da Interieur im 2. Halbjahr nicht mehr konsolidiert wird, rechnet Polytec im Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang auf 620 Mio €, was auf vergleichbarer Basis einem Wachstum von rund 15% entspricht. Der Gewinnausblick war weniger konkret. Das Betriebsergebnis soll aber, auch bereinigt um Einmaleffekte aus der Veräußerung, überproportional zum Umsatz steigen. Wir erwarten einen Gewinn von 36 Mio €.
Die mittelfristigen Perspektiven sind ebenfalls ausgezeichnet. Die Zulassungszahlen in den wichtigen Ländern Deutschland, Frankreich, USA und China zeigen, dass es mit dem Pkw- Absatz weiter bergauf geht, besonders im für Polytec wichtigen Geschäft mit Premium-Fahrzeugen. Und auch der Markt für Nutzfahrzeuge brummt. Wachstumstreiber für die Polytec-Produkte ist vor allem der Trend zur Leichtbauweise, um Treibstoff zu sparen. Dennoch wird der Umsatz 2012 wegen der vollständigen Entkonsolidierung von Interieur weiter sinken, die Rentabilität aber zunehmen.
Verkäufe stärken Rentabilität und Finanzkraft …
Polytec hat den margenschwachen Bereich Interieur mit einem Jahresumsatz von 340 Mio € Ende Juni an den japanischen Autozulieferer Toyota Boshoku Europe verkauft. Die Entscheidung war strategisch richtig. Interieur stand unter anderem für die Herstellung von Tür- und Kofferraumverkleidungen, Ladeböden und Dachhimmel.
Selbst bei einer globalen Positionierung wären die Wachstumschancen gering. Denn der Konkurrenzdruck ist extrem hoch. Das Geschäft wird von erheblich größeren Wettbewerbern wie Johnson Controls oder International Automotive Components dominiert. Ende 2010 hatte sich Polytec bereits von einer italienischen Tochtergesellschaft mit 30 Mio € Umsatz getrennt.
Nach den Verkäufen verbessern sich die im Unternehmen durchschnittlich erzielte operative Rendite sowie die Finanzkraft. Die Eigenkapitalquote ist schon zum Halbjahr auf 41% gestiegen und die Netto-Finanzschulden von 26,6 Mio € per 31.12.2010 haben sich in eine Netto-Cash-Position von 20,5 Mio € verwandelt.
… und ermöglichen Akquisitionen
Der neu erlangte finanzielle Spielraum ermöglicht jetzt Wachstum auch durch Akquisitionen. Mit dem Verkaufserlös will Polytec vor allem die Kernbereiche Exterieur, Motor- und Motorraumteile sowie Spritzguss-Komponenten ausbauen. Der erste Schritt wurde bereits eingeleitet. Polytec übernimmt für 10 Mio € den österreichischen Spritzgussbetrieb PPI Plastic Products Innovation (Umsatz 2011e: 26 Mio €).
Aufgrund der geografischen Nähe zu bedeutenden Standorten der Autoindustrie wie Ingolstadt, München, Bratislava und Györ sowie zu den österreichischen Motorenwerken von Opel und BMW ist PPI eine sinnvolle Ergänzung des Produktionsnetzwerks.
Die vielen Neuaufträge aus der Autoindustrie zwingen zudem zum Kapazitätsausbau. Entsprechend investiert Polytec 5 Mio € in die Standorte Lohne in Deutschland und Hörsching in Österreich.
Bewertung spricht für Kursverdoppelung
Die Aktie ist zwar auf Jahressicht relativ gut gelaufen, das Kursniveau spiegelt aber die operativen Fortschritte sowie die deutlich gesunkene Verschuldung noch nicht ausreichend wider. Mit einem KUV von 0,3 und einstelligen KGVs für 2011 und 2012 ist Polytec im Branchenvergleich sehr günstig und daher ein Kauf.
Derzeit greife ich selbst als Daytrader nicht gerne in diesen Markt hinein. Polytec gefällt mir allerdings gut - vor allem, wenn man sie um 7 % billiger bei 6,12 bekommen kann. Ein KGV 2011 von rund 4 ist schon sehr günstig. Außerdem boomt der Kernmarkt, die deutsche Autoindustrie, nach wie vor:
In Wien ist man ja generell arm dran, egal ob als Langfristinvestor (siehe ATX Stand) oder Daytrader (kaum Volumen).
Polytec gefällt mir aber aus Sicht beider Gruppen ganz gut. Ein KGV rund um 4 ist für Langfristinvestoren sicher nicht uninteressant. Auch für (uns) Daytrader ist die Aktie recht attraktiv. Am Vormittag wird sie häufig abgestraft (gestern - 7 %, heute - 5 %), am Nachmittag holt sie die Verluste häufig wieder auf.
Ich bin damals zu 5.7 rein, heute zu ca. 6,9 raus. Die 20% in paar Tagen wollte ich einfach mitnehmen :-)
Da ich davon ausgehe, daß Poly unterbewertet ist, halte ich die restlichen Aktien (die ich seit langen Monaten habe) weiter. Das da oben war nur schnell etwas Cash machen :-)