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Ex.Meinl.Aktionär
Teilangebot: Gesetzlich vorgesehene Äußerung des Vorstands zum freiwilligen öffentlichen Teilangebot2015-04-08 12:07:48
111 Postings

seit 2008-03-30

Corporate News
Wien, am 8. April 2015


IMMOFINANZ-Vorstand empfiehlt Nichtannahme des Teilangebots von CA Immo/O1 – „Nicht im Interesse aller Aktionäre“


Der Vorstand der IMMOFINANZ AG empfiehlt den Aktionären, das öffentliche Teilangebot in Höhe von EUR 2,80 je IMMOFINANZ-Aktie nicht anzunehmen. Das geht aus der heute veröffentlichten, gesetzlich vorgesehenen Äußerung des Vorstands zum freiwilligen öffentlichen Teilangebot der PHI Finanzbeteiligungs und Investment GmbH (eine 100% Tochter der CA Immobilien Anlagen AG) und der O1 Group Limited hervor.

„Das Angebot trägt dem Interesse aller Aktionäre der IMMOFINANZ nicht angemessen Rechnung. Unter Berücksichtigung der laufenden Geschäftstätigkeit und des Geschäftsausblicks der IMMOFINANZ kommt der Vorstand zu dem Schluss, dass der Angebotspreis von EUR 2,80 je Aktie nicht angemessen ist“, hält der IMMOFINANZ-Vorstand fest. Dies wird auch durch eine entsprechende Stellungnahme (Fairness Opinion) von VICTORIAPARTNERS unterstützt.

Der Aufsichtsrat der IMMOFINANZ stimmt mit dieser Äußerung des Vorstands überein und schließt sich dieser an.

Weiters unterstreichen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder mit Blick auf ihren jeweiligen persönlichen Besitz an IMMOFINANZ-Aktien, dass sie das Angebot selbstverständlich nicht annehmen werden.

Unangemessenheit des Angebotspreises

Der Angebotspreis in Höhe von EUR 2,80 liegt rund 36,4% unter dem EPRA NAV pro IMMOFINANZ-Aktie (EUR 4,40 per 31.01.2015) und knapp über dem aktuellen Kurs (Tagesschlusskurs der Aktien Wiener Börse vom 02.04.2015: EUR 2,76).

Bei der Beurteilung des Kursniveaus der IMMOFINANZ-Aktie ist nach Auffassung des Vorstands die derzeitige Sondersituation, die sich aus dem in Russland gelegenen Immobilienportfolio ergibt, zu berücksichtigen, die die Börsenbewertung der IMMOFINANZ-Aktie in besonderer Weise negativ beeinflusst. Aber selbst bei Zugrundelegung eines hypothetischen Extremszenarios – etwa den Ansatz des anteiligen NAV für das in Russland gelegene Immobilien-Portfolio mit Null, läge der Angebotspreis noch immer rund 25% unter dem entsprechend adjustierten EPRA NAV pro Aktie. Ein solches Negativszenario für das Immobilienportfolio in Russland ist nach Einschätzung des Vorstands aber praktisch ausgeschlossen.

Die IMMOFINANZ befindet sich nach Überzeugung des Vorstands aktuell in einer Übergangsphase, die durch verschiedene Effekte geprägt ist. Neben der besonderen Situation in Russland betrifft dies auch die Immobilienmärkte der Kernländer in Osteuropa und die bevorstehende Reinvestition der Eigenmittel, die im vergangenen Jahr durch das Monetarisierungsprogramm (insbesondere BUWOG) freigesetzt worden sind. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass sich die Weiterführung dieser Strategie positiv auf die Kursentwicklung der IMMOFINANZ-Aktie auswirken wird.

Auswirkungen auf die IMMOFINANZ und die Aktionärsstruktur

Weitere Punkte, die u.a. in die Äußerung des Vorstands mit eingeflossen sind:

Erlangung einer Sperrminorität: Bei entsprechender Annahme des Angebots ist davon auszugehen, dass die Bieterinnen aufgrund der Präsenzen in den Hauptversammlungen der IMMOFINANZ eine Sperrminorität für Entscheidungen mit qualifiziertem Mehrheitserfordernis (3/4-Mehrheit) erlangen. Damit könnten sie Beschlüsse, die eine 3/4-Mehrheit benötigen, wie etwa Kapitalmaßnahmen unter Bezugsrechtsausschluss, blockieren.

Gefahr einer faktischen Kontrollerlangung ohne übernahmerechtliche Angebotspflicht: Die durchschnittliche Präsenz in der Hauptversammlung der IMMOFINANZ beträgt rund 26,62% des Grundkapitals (ermittelt aus den letzten fünf Hauptversammlungen der IMMOFINANZ). Es ist daher möglich, dass die Bieterinnen – auch zusammen mit einem parallel oder nachträglich zum Angebot erfolgenden Beteiligungsausbau – eine relative Stimmenmehrheit in der Hauptversammlung erreichen und dadurch faktische Kontrolle bei Beschlussfassungen mit einfacher Stimmenmehrheit in der Hauptversammlung erlangen – und dies ohne eine übernahmerechtliche Angebotspflicht an sämtliche Aktionäre und Beteiligungspapierinhaber der IMMOFINANZ auszulösen.

Negative Auswirkungen auf die Positionierung von IMMOFINANZ am Kapitalmarkt: Durch eine faktische Kontrollerlangung könnte die Positionierung der Gesellschaft am Kapitalmarkt negativ beeinträchtigt werden und die Attraktivität der Aktie der IMMOFINANZ, besonders auch für institutionelle Investoren, sinken. Auch die strategischen Handlungsmöglichkeiten der IMMOFINANZ könnten dadurch erheblich eingeschränkt und verschlechtert werden.

IMMOFINANZ hat die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, 1010 Wien, zum Sachverständigen gemäß § 13 ÜbG bestellt. Weiters wird die IMMOFINANZ im Zusammenhang mit dem Angebot durch VICTORIAPARTNERS GmbH, Frankfurt, und bpv Hügel Rechtsanwälte OG beraten.

Die Äußerungen des Vorstands und des Aufsichtsrats der IMMOFINANZ AG zum freiwilligen öffentlichen Teilangebot der PHI Finanzbeteiligungs und Investment GmbH und O1 Group Limited sind auf der Website der Gesellschaft unter http://www.immofinanz.com/de/investo... sowie auf der Website der Übernahmekommission www.takeover.at verfügbar.

Treffsicher1
201 Postings
seit 2012-08-16


CA Immo schlägt 2 Aufsichtsräte für die Immofinanz vor..... jedes Wort von Bruno Ettenauer in diesem Artikel ist zu 100% zu unterschreiben. Aus der Sicht eines IIA Kleinaktionärs

Treffsicher1
201 Postings
seit 2012-08-16


und wahrscheinlich zum Wohle der IIA

actimel
152 Postings
seit 2009-05-13


Da kann ich dir nur recht geben. Hoffentlich wird die Beteiligung an der CA Immo auf der HV auf breiter Front abgelehnt

garein
705 Postings
seit 2007-08-06


Aha. Der Vorstand kommt zu dem Schluss, dass der Angebotspreis von EUR 2,80 je Aktie nicht angemessen ist.
Der Markt hingegen kommt zu dem Schluss, daß dies sehr wohl der Fall ist, denn genau dort steht der Kurs seit Tagen.
Damit steht wohl fest, daß der Vorstand falsch liegt. Da man bisher nicht in der Lage war, den NAV als positiv darzustellen, und daher Nachfrage nach Anteilen des Unternehmens zu erzeugen, wird nun jemand kommen und sich relativ billig die Macht über das Unternehmen aneignen.
Bin gespannt, wieviele Aktien bei dem Angebot den Besitzer gewechselt haben...

 
Nachtrag
Aktienrückkaufprogramm2015-04-07 22:38:49
48 Postings

seit 2015-01-14

Es wurden bereits 1,25 Mio Aktien im April von der Immofinanz zurückgekauft. Bis Ende Dezember wären das bei einem 30 Mio Programm im Durchschnitt etwa 154.000 Stück pro Tag.

http://www.immofinanz.com/de/investo...

Da bis heute 24 Uhr der Nachweis für die Stimmberechtigung der ausserordentlichen Hauptversammlung abläuft und bei der gehandelten Stückzahl heute plus Rückkauf, kann die CA Immo geschätzt nur geringfügig mehr als 4% Stimmen am 17.4. zur Verfügung haben.

 
Nachtrag
Da geht's um richtig Geld2015-04-02 15:51:16
48 Postings

seit 2015-01-14

@ § 30_StB

Hier auch die Bestätigung von CFO Nowotny dass in den Landreserven der CA - Immo noch 'richtig Geld' liegt:
http://english.boerse-express.com/cat/pages/...

In Referenz zum Post der Bewertung des Übernahmeangebotes der Immofinanz:
http://english.boerse-express.com/cat/postin...