Die im Gespräch stehende Strom-Hilfe aus Österreich für Deutschland, damit das Nachbarland trotz der bereits stillgelegten Atomkraftwerke gut durch den kommenden Winter kommt, ist noch nicht endgültig unter Dach und Fach. Verbund und EVN sind zu ihren Beiträgen zwar bereits handelseins geworden, wie die APA in Erfahrung bringen konnte. Die Verhandlungen der Wien Energie mit der deutschen Bundesnetzagentur laufen aber noch, wie am Donnerstagnachmittag bestätigt wurde.
Verbund-Vorstandschef Wolfgang Anzengruber sagte der APA zu Mittag, dass man gestern, Mittwoch, eine positive Antwort aus Deutschland erhalten habe. Aus Branchenkreisen hieß es, dass auch die EVN ihr Volumen bereits ausverhandelt hat, das Unternehmen selbst wollte dies nicht bestätigen. Noch keinen unterschriebenen Vertrag in Händen hat dagegen die Wien Energie. "Es gibt noch keinen Abschluss. Wir verhandeln noch mit der Bundesnetzagentur", sagte Pressesprecher Christian Ammer.
EVN, Verbund und Wien Energie haben Deutschland wie berichtet thermische Reservekapazitäten von insgesamt 1.075 Megawatt (MW) Nettoleistung angeboten. Neben den 1.075 MW Netto-Leistung aus Österreich stammen 1.009 MW der gesamten geplanten Reservekapazität des Nachbarn aus Süddeutschland selbst, wo im Bedarfsfall mehrere Großkraftwerke angefahren werden können.
Von den 1.075 MW aus Österreich hat den Großteil die EVN angeboten und zwar 450 MW aus dem Block Theiß Kombi Erdgas sowie weitere 335 MW aus Theiß und Korneuburg (je ein Block Erdgas). 150 MW hat sich der Verbund bereit erklärt beizusteuern, 140 MW die Wien Energie. Dies hatte die deutsche Bundesnetzagentur vor vier Wochen mit sämtlichen Details bekanntgegeben.
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