www.be24.at www.foonds.com www.boerse-express.com/abo
User online: 129
pxp
main
sub
Advertisement

Andritz: 47.585 -0.525 (-1.09%) [L&S 47.29 / 47.91 , 02.12. 20:56]

Vergleichen Sie diesen Titel mit anderen Aktien   |  

Klicken Sie hier, um das Orderbuch einzublenden

News

Analysen des Tages vom 2. D... 02.12
Die sieben mageren Jahre am... 02.12
News des Tages vom 2. Dezember 02.12
Andritz: rund 20 Prozent si... 02.12
Von der Regulierungsfalle z... 25.11
Aktien mit einem vollen Ga... 22.11
weitere Stories

Analysen

Erste Group - Update 01.12
Berenberg Bank - Update 17.11
Jefferies - Update 09.11
Kepler Cheuvreux - Update 07.11
Societe Generale - Update 06.11
Erste Group - Update 06.11
weitere Analysen

BElogs

Beichtstunden 30.11
Luft draußen? 28.11
Die Börse wird wieder ­US-D... 23.11
Stromschnellen 21.11
Wie wahrscheinlich ist das... 16.11
Brave New World 14.11
weitere Stories

[Adv] Besuchen Sie unsere Site

www.andritz.comde

Sektoren-News

News des Tages vom 2. Dezember 02.12.
Christian B. Maier: „Porr w... 02.12.
Die sieben mageren Jahre am... 02.12.
US-Industrie wuchs im Novem... 01.12.
News bis Mittags vom 1. Dez... 01.12.
Industrie in der Euro-Zone ... 01.12.

Zertifikate/Derivate

Raiffeisen CENTROBANK AG (189)
Erste Group Bank (40)
Deutsche Bank (3)

Tickdaten

02.12. 17:33 47.59 21012
         17:29 47.71 10
         17:29 47.71 10
         17:29 47.64 51
         17:29 47.71 84
vor >>

Top 5 Tage

6.79% (17.02.16)
5.04% (04.03.16)
3.64% (09.08.16)
3.39% (15.06.16)
3.33% (29.06.16)

Flop 5 Tage

-6.24% (24.06.16)
-5.95% (09.12.15)
-4.23% (08.02.16)
-3.67% (04.01.16)
-3.63% (24.03.16)
Techn. Analyse von ein/aus tägl. neu!

Charttechnik

MA(8)   48.08
MA(15)   48.11
MA(30)   48.15
MA(100)   46.78
MA(200)   46.12
Aktueller Kurs: 47.585
Visualisierte Kursziele
Show mit Klick auf Bild
Pics

  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz
  • Bild mit Andritz

Performance (20 Tage)
47.74
-0.76% (07T00:)
48.45
-1.68% (11T00:)
48.44
-0.04% (14T00:)
48.41
-0.06% (15T00:)
48.27
-0.29% (16T00:)
48.05
-0.45% (17T00:)
47.78
-0.55% (18T00:)
47.77
-0.56% (23T00:)
48.02
-0.28% (28T00:)
48.11
-1.17% (01T00:)
47.59
-1.09% (02T00:)
48.04
0.62% (08T00:)
48.69
1.34% (09T00:)
49.28
1.23% (10T00:)
48.00
0.45% (21T00:)
48.05
0.09% (22T00:)
48.13
0.75% (24T00:)
48.15
0.03% (25T00:)
48.20
0.37% (29T00:)
48.68
1.01% (30T00:)
Tendenz
> Ranking (291 votes)
Wie sehen Sie die Entwicklung dieses Unternehmens in den nächsten 5 Tagen? fallend steigend
 

Chart Andritz

ANDR -1.09 % intraday 1 W 1 M 1 Y 3 Y YTD
Stammdaten
WKN 073000
Währung EUR
Typ Aktie
Börse Wien
Aktueller Wert
Letzter 47.585
Vortag 48.110
Veränd. -0.525 (-1.09%)
Eröffnung 47.750
Hoch 47.970
Tief 47.390
Volumen 63370
Chart
Linienchart
von:
bis: 2016-12-02
Veränd. -
Erster 47.75
Letzter 47.585
chart
Chart-Details J-Trader

Diesen Titel: ins Portfolio

Neuen Thread erstellen
 
Euphemia
Bravo Andritz 2016-11-04 16:31:31
15 Postings

seit 2016-10-12

Auftragsbücher voll mit 7 Mrd, Gewinn gesteigert, was will man mehr Klares kaufen mit KZ im Dezember 51

 
Euphemia
Leitner einer der besten Manager Österreich s , egal wie man denkt 2016-10-28 16:14:47
15 Postings

seit 2016-10-12


DiePresse.comGalerien
ECONOMIST » WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN » KORDIKONOMY


Punktesieg für Goliath
07.10.2016 | 21:44 | Hanna Kordik (Die Presse)

Andritz-Chef Wolfgang Leitner hat sein Problem diskret gelöst. / Bild: REUTERS
KOLUMNE Eine kleine Firma schlitterte in die Pleite – auch weil der Andritz-Konzern Millionenforderungen nicht bezahlte. Jetzt hat Andritz es auch geschafft, das Schiedsverfahren zu verhindern.

17 Kommentare
Das Schreiben ist mit 5. Oktober datiert. Es ist ein Beschluss des Landesgerichts Klagenfurt. Mit zwei schlanken Zeilen wird darin ein Angebot des börsenotierten Anlagenbauers Andritz „insolvenzrechtlich genehmigt“. Gleich vorweg: Der Beschluss kann taxfrei als großer Erfolg des Andritz-Konzerns verbucht werden. Als Sieg gegen ein vergleichsweise kleines Kärntner Unternehmen, das Ende Juli in die Insolvenz geschlittert ist.

Um die Brisanz des druckfrischen Beschlusses verstehen zu können, muss allerdings die Geschichte von Anfang an erzählt werden. Und die geht so: Ende Juli mussten 237 Mitarbeiter der Firma Kresta erfahren, dass ihr Arbeitgeber pleite ist. Das 1986 gegründete Unternehmen mit Sitz in St. Andrä im Lavanttal hatte Passiva in Höhe von 100 Millionen Euro, bei einem Jahresumsatz von rund 50 Millionen. Da war nichts mehr zu machen. So weit, so traurig – aber nicht unbedingt ungewöhnlich.

Die Hintergründe der Insolvenz sind freilich nicht so alltäglich: Kresta war nämlich Sublieferant des Andritz-Konzerns – zunächst für den Bau eines Zellstoffwerks im Südwesten Uruguays. Dort war Andritz als Generalunternehmer zuständig. Ein Umstand, der dem Konzern viel Kopfzerbrechen bereitete: Immer wieder streikten die dortigen Bauarbeiter, es kam zu Verzögerungen bei der Fertigstellung. Eigentlich hätte das Werk im ersten Halbjahr 2013 in Betrieb gehen sollen, die Arbeiten haben sich um rund ein Jahr verzögert. 750 Millionen Euro hatte das Auftragsvolumen ausgemacht, doch die Österreicher mussten Mehrkosten von rund 120 Millionen Euro verdauen. In der Andritz-Bilanz wurden Millionen-Rückstellungen erforderlich.

Das war der Zeitpunkt, zu dem Andritz seinen Sublieferanten Kresta wissen ließ, dass die von Kresta gestellten Forderungen mit Sicherheit nicht vollständig beglichen würden. Aber: Kresta wurde die Möglichkeit gegeben, bei einem weiteren Andritz-Projekt in Chile als Sublieferant tätig werden zu können, auch hier ging es um den Bau eines Kraftwerkes. Doch auch in Chile soll es zu Verzögerungen gekommen sein, die letztlich Kresta angelastet wurden.

Im Frühjahr 2016 stand Kresta-Chef Franz Kreuzer jedenfalls vor einem veritablen Scherbenhaufen: Andritz verweigerte Zahlungen für beide Projekte, Kresta saß auf Forderungen von 38,5 Millionen Euro. Die Lage wurde brenzlig. Doch sie war, so befand Kreuzer, nicht aussichtslos. Mit seinen Banken erreichte er eine Standstill-Vereinbarung. Heißt: Die Banken erklärten sich bereit, keinesfalls die Reißleine zu ziehen. Es galt das Prinzip Hoffnung.

Nicht von ungefähr. Immerhin weiß man in Österreich, dass es aufgrund guter Beziehungen immer Möglichkeiten gibt. Und da tat sich in der leidigen Angelegenheit tatsächlich ein Fenster auf: An der Kresta war zu dem Zeitpunkt nämlich niemand geringerer als der langjährige Präsident der steirischen Industriellenvereinigung, Jochen Pildner-Steinburg, beteiligt – und der hatte zu dem Zeitpunkt immerhin einen Kapitalzuschuss von zwei Millionen Euro geleistet, um das Stillhalteabkommen mit den Banken zu ermöglichen.

Und, wie es der Zufall so will: Der Firmensitz des international tätigen Andritz-Konzerns ist in Graz. Was lag also näher, als die beiden Industriellen – nämlich Pildner-Steinburg und Andritz-Chef Wolfgang Leitner – an einen Verhandlungstisch zu setzen? Ein Gespräch der beiden Herren „auf Augenhöhe“ sollte doch, so das Kalkül, ein „vernünftiges Ergebnis“ ermöglichen.

Das Gespräch fand am 25. April statt. Durchaus freundlich im Ton soll es gewesen sein – trotzdem endete es ohne Einigung. Jedenfalls, was eine für beide Seiten akzeptable Lösung betrifft. Eine Einigung gab es hingegen darüber, dass man ein internationales Schiedsgericht anrufen werde.

So weit, so gut. Doch eine Woche später bekam Andritz offenbar kalte Füße und zog eine Bankgarantie in Höhe von neun Millionen Euro. Kresta wurde somit Liquidität entzogen, das Standstill-Abkommen mit den Banken war Schall und Rauch. Es kam zur Insolvenz.

Trägt Andritz also die Hauptschuld an der Pleite des Kärntner Unternehmens? Der Konzern streitet das jedenfalls ab: Andritz habe „keine Kenntnis“ von einem Standstill-Agreement gehabt, heißt es gegenüber der „Presse“. Die Bankgarantie sei „nach monatelangen, ergebnislosen Vergleichgesprächen“ gezogen worden, „da aus Sicht von Andritz keine Aussicht auf Einbringlichkeit der damit besicherten Forderungen bestand“. Es wird also betont, dass Andritz „auch beträchtliche Gegenforderungen gegenüber Kresta“ habe, da Andritz die Bezahlung von Kresta-Lieferanten vorfinanziert habe. Und: Kresta sei bereits zum 30. Juni 2016 buchmäßig überschuldet gewesen. Die Forderungen gegenüber Andritz seien „zwar nicht unerheblich, dürften aber wohl höchstens rund 20 Prozent der angemeldeten Forderungen ausmachen.“

Auch egal. Denn mittlerweile hat sich Andritz des Problems der Kresta-Ansprüche elegant entledigt. Mit Schreiben vom 25. September war nämlich Kresta-Insolvenzverwalter Gerhard Brandl ein Angebot unterbreitet worden, das nunmehr – siehe den eingangs erwähnten Gerichtsbeschluss – genehmigt wurde. Demnach wird jetzt Folgendes passieren: Laut Andritz-Angebot wird eine Firma Newco gegründet werden, die 100 Prozent der Anteile an den Kresta-Tochtergesellschaften in Uruguay und in Chile aus der Masse kaufen wird. Um eine Million Euro. Heißt: Um eine Million Euro hat Andritz das 38,5-Millionen-Euro-Problem gelöst. Wie heißt es in dem Andritz-Angebot so schön? „Die Masse Kresta zediert (. . .) an Newco sämtliche (. . .) Forderungen und Ansprüche“. Also auch jene gegenüber Andritz. Fazit: Es wird kein Schiedsverfahren geben, weil alles gleichsam in einer Hand ist. Ende der Geschichte.

Und Franz Kreuzer? Der hat vor wenigen Wochen einen Neustart gewagt. Vor rund zwei Monaten hat er die Firma K-Industries gegründet, 135 Kresta-Mitarbeiter umgemeldet und 68 laufende Kresta-Aufträge aus der Masse übernommen. Er fängt also quasi wieder von vorn an.

Allerdings mit reichlich Erfahrungsschatz.

Okt. 2016
© 2016 DiePresse.com

josef
241 Postings
seit 2006-08-07


das ist eine einseitige Berichterstattung .wie das ganze wirklich war wissen wir nicht,aber für mich ist eine Firma mit 237 Mitarbeitern nicht mehr so klein und ob andritz an der Insolvenz alleine schuld ist glaub ich nicht. als langjähriges subunternehmen werden sie sicher auch gutes Geld verdient haben . jeder ist für sein unternehmen v.erantwortlich und bei den genannten Projekten hat andritz auch viel Geld verloren

Euphemia
15 Postings
seit 2016-10-12


stimmt alles Josef, Andritz hat aber mehr verdient als verloren wenn man die gesamte Laufzeit der Patenschaft sieht. Leitner ist der Top Manager in Austria und wird auch in Zukunft das Unternehmen topen, die Zahlen am Freitag werden stabil sein und von Millionen Gewinnen kann ausgegangen werden. kz am Ende des Jahres 51 so ich denke .....

 
Plan B
Ein ehemaliger Subauftragnehmer packt aus.2016-10-28 12:16:23
27 Postings

seit 2002-11-18

Der Andritz-Subauftragnehmer Franz Kreuzer (Guacolda in Huasco/Chile, Montes del Plata/Uruguay, offenbar 30 Jahre gemeinsame Geschäftstätigkeit mit Andritz) geht hart mit unserer Andritz ins Gericht: "Solche Geschäftspartner wünscht man Niemandem", "Andritz wusste genau, was man tut" und: Es war ein Fehler, den Entscheidungsträgern bei Andritz zu vertrauen. Starker Tobak.

https://industriemagazin.at/a/es-war-e...

Euphemia
15 Postings
seit 2016-10-12



ECONOMIST » WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN » KORDIKONOMY


Punktesieg für Goliath
07.10.2016 | 21:44 | Hanna Kordik (Die Presse)


KOLUMNE Eine kleine Firma schlitterte in die Pleite – auch weil der Andritz-Konzern Millionenforderungen nicht bezahlte. Jetzt hat Andritz es auch geschafft, das Schiedsverfahren zu verhindern.

17 Kommentare
Das Schreiben ist mit 5. Oktober datiert. Es ist ein Beschluss des Landesgerichts Klagenfurt. Mit zwei schlanken Zeilen wird darin ein Angebot des börsenotierten Anlagenbauers Andritz „insolvenzrechtlich genehmigt“. Gleich vorweg: Der Beschluss kann taxfrei als großer Erfolg des Andritz-Konzerns verbucht werden. Als Sieg gegen ein vergleichsweise kleines Kärntner Unternehmen, das Ende Juli in die Insolvenz geschlittert ist.

Um die Brisanz des druckfrischen Beschlusses verstehen zu können, muss allerdings die Geschichte von Anfang an erzählt werden. Und die geht so: Ende Juli mussten 237 Mitarbeiter der Firma Kresta erfahren, dass ihr Arbeitgeber pleite ist. Das 1986 gegründete Unternehmen mit Sitz in St. Andrä im Lavanttal hatte Passiva in Höhe von 100 Millionen Euro, bei einem Jahresumsatz von rund 50 Millionen. Da war nichts mehr zu machen. So weit, so traurig – aber nicht unbedingt ungewöhnlich.

Die Hintergründe der Insolvenz sind freilich nicht so alltäglich: Kresta war nämlich Sublieferant des Andritz-Konzerns – zunächst für den Bau eines Zellstoffwerks im Südwesten Uruguays. Dort war Andritz als Generalunternehmer zuständig. Ein Umstand, der dem Konzern viel Kopfzerbrechen bereitete: Immer wieder streikten die dortigen Bauarbeiter, es kam zu Verzögerungen bei der Fertigstellung. Eigentlich hätte das Werk im ersten Halbjahr 2013 in Betrieb gehen sollen, die Arbeiten haben sich um rund ein Jahr verzögert. 750 Millionen Euro hatte das Auftragsvolumen ausgemacht, doch die Österreicher mussten Mehrkosten von rund 120 Millionen Euro verdauen. In der Andritz-Bilanz wurden Millionen-Rückstellungen erforderlich.

Das war der Zeitpunkt, zu dem Andritz seinen Sublieferanten Kresta wissen ließ, dass die von Kresta gestellten Forderungen mit Sicherheit nicht vollständig beglichen würden. Aber: Kresta wurde die Möglichkeit gegeben, bei einem weiteren Andritz-Projekt in Chile als Sublieferant tätig werden zu können, auch hier ging es um den Bau eines Kraftwerkes. Doch auch in Chile soll es zu Verzögerungen gekommen sein, die letztlich Kresta angelastet wurden.

Im Frühjahr 2016 stand Kresta-Chef Franz Kreuzer jedenfalls vor einem veritablen Scherbenhaufen: Andritz verweigerte Zahlungen für beide Projekte, Kresta saß auf Forderungen von 38,5 Millionen Euro. Die Lage wurde brenzlig. Doch sie war, so befand Kreuzer, nicht aussichtslos. Mit seinen Banken erreichte er eine Standstill-Vereinbarung. Heißt: Die Banken erklärten sich bereit, keinesfalls die Reißleine zu ziehen. Es galt das Prinzip Hoffnung.

Nicht von ungefähr. Immerhin weiß man in Österreich, dass es aufgrund guter Beziehungen immer Möglichkeiten gibt. Und da tat sich in der leidigen Angelegenheit tatsächlich ein Fenster auf: An der Kresta war zu dem Zeitpunkt nämlich niemand geringerer als der langjährige Präsident der steirischen Industriellenvereinigung, Jochen Pildner-Steinburg, beteiligt – und der hatte zu dem Zeitpunkt immerhin einen Kapitalzuschuss von zwei Millionen Euro geleistet, um das Stillhalteabkommen mit den Banken zu ermöglichen.

Und, wie es der Zufall so will: Der Firmensitz des international tätigen Andritz-Konzerns ist in Graz. Was lag also näher, als die beiden Industriellen – nämlich Pildner-Steinburg und Andritz-Chef Wolfgang Leitner – an einen Verhandlungstisch zu setzen? Ein Gespräch der beiden Herren „auf Augenhöhe“ sollte doch, so das Kalkül, ein „vernünftiges Ergebnis“ ermöglichen.

Das Gespräch fand am 25. April statt. Durchaus freundlich im Ton soll es gewesen sein – trotzdem endete es ohne Einigung. Jedenfalls, was eine für beide Seiten akzeptable Lösung betrifft. Eine Einigung gab es hingegen darüber, dass man ein internationales Schiedsgericht anrufen werde.

So weit, so gut. Doch eine Woche später bekam Andritz offenbar kalte Füße und zog eine Bankgarantie in Höhe von neun Millionen Euro. Kresta wurde somit Liquidität entzogen, das Standstill-Abkommen mit den Banken war Schall und Rauch. Es kam zur Insolvenz.

Trägt Andritz also die Hauptschuld an der Pleite des Kärntner Unternehmens? Der Konzern streitet das jedenfalls ab: Andritz habe „keine Kenntnis“ von einem Standstill-Agreement gehabt, heißt es gegenüber der „Presse“. Die Bankgarantie sei „nach monatelangen, ergebnislosen Vergleichgesprächen“ gezogen worden, „da aus Sicht von Andritz keine Aussicht auf Einbringlichkeit der damit besicherten Forderungen bestand“. Es wird also betont, dass Andritz „auch beträchtliche Gegenforderungen gegenüber Kresta“ habe, da Andritz die Bezahlung von Kresta-Lieferanten vorfinanziert habe. Und: Kresta sei bereits zum 30. Juni 2016 buchmäßig überschuldet gewesen. Die Forderungen gegenüber Andritz seien „zwar nicht unerheblich, dürften aber wohl höchstens rund 20 Prozent der angemeldeten Forderungen ausmachen.“

Auch egal. Denn mittlerweile hat sich Andritz des Problems der Kresta-Ansprüche elegant entledigt. Mit Schreiben vom 25. September war nämlich Kresta-Insolvenzverwalter Gerhard Brandl ein Angebot unterbreitet worden, das nunmehr – siehe den eingangs erwähnten Gerichtsbeschluss – genehmigt wurde. Demnach wird jetzt Folgendes passieren: Laut Andritz-Angebot wird eine Firma Newco gegründet werden, die 100 Prozent der Anteile an den Kresta-Tochtergesellschaften in Uruguay und in Chile aus der Masse kaufen wird. Um eine Million Euro. Heißt: Um eine Million Euro hat Andritz das 38,5-Millionen-Euro-Problem gelöst. Wie heißt es in dem Andritz-Angebot so schön? „Die Masse Kresta zediert (. . .) an Newco sämtliche (. . .) Forderungen und Ansprüche“. Also auch jene gegenüber Andritz. Fazit: Es wird kein Schiedsverfahren geben, weil alles gleichsam in einer Hand ist. Ende der Geschichte.

Und Franz Kreuzer? Der hat vor wenigen Wochen einen Neustart gewagt. Vor rund zwei Monaten hat er die Firma K-Industries gegründet, 135 Kresta-Mitarbeiter umgemeldet und 68 laufende Kresta-Aufträge aus der Masse übernommen. Er fängt also quasi wieder von vorn an.

Allerdings mit reichlich Erfahrungsschatz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2016)

17 Kommentare
Meistgelesen

1.„Erschreckende Radikalisierung“der FPÖ2.Wähler wollen nicht wählen, sondern sie wollen Rache nehmen3.Die versteckte Billionen-Staatsschuldenlast4.Ceta: Kanada versteht Europa nicht mehr5.Van der Bellen fordert Distanzierung Hofers von Strache

Das könnte Sie auch interessieren
PolitikPutin: "Terroristennest"…
SportNBA: Der große Wurf eines Österreichers
Bethesda auf YouTube - GESPONSERT Skyrim Stammtisch – Schwelgen in…
st029rz5.edis.atEin echter Nitsch um 2.800,-
WirtschaftTelekom Austria legte im 3. Quartal…
eGarden - GESPONSERT So vertikutieren Sie Ihren Rasen richtig
empfohlen von
Schlagzeilen
Bundespräsidentenwahl 2016

Politik

Economist
Wirtschaftsnachrichten
Finanzen und Börse
Eco 18.48
Unternehmen
Gold
Verbraucher
Wirtschaftsrecht
Kolumnen
Energie

Mein Geld

Panorama

Kultur

Tech

Sport

Motor

Leben

Bildung
Zeitreise
Wissenschaft

Recht
Karriere
Immobilien
Spectrum
„Presse“-Shop EDITION
Anmelden | Seitenanfang | Impressum | Feedback | AGB / Datenschutzrichtlinie | Cookie Policy
Zur Vollversion wechseln
© 2016 DiePresse.com


Matrix   
 
 
 
-0.86%
2501.7
(17:33)
0.36%
19191.9
(00:00)
-1.36%
5251.1
(00:00)
 
Geschäftsbericht 2011

« »

Meistgelesen letzte 2h
 
... in den letzten 5 Minuten
 
Postings