robert.gillinger@boerse-express.com
Liebe LeserInnen,
Gott sei Dank steht das Wochenende vor der Tür - wenigstens zwei Tage Ruhe von den aktuellen Stürmen an den Börsen, die so manchen Depot-Wert verblasen.
Natürlich bürgert sich bei all dem Ungemach schon wieder ein neues Modewort ein - PIGS. Ein Wort, das in unseren Breitengraden dann gern als englische Übersetzung für die Hauptzutat unserer Lieblings-Sonntags-Speise angesehen wird, dem unechten Wiener Schnitzerl, das statt Kalb eben Schwein verwendet. Und nicht als das was es ist, einfach die Bezeichnung für die Mittelmeeranrainerstaaten Europas. Wir sollten die Kirche jedenfalls im Dorf lassen - auch mit RICH (Sie können sich erinnern?) wurde nicht jeder reich, da spuckte vor allem Russland in die Suppe.
Die PIGS sind für das Gros' der Anleger daran schuld, dass es an den Märkten rumort. Erinnert ein bisserl an die Schweinegrippe - viel Trara um nichts.
Die Probleme von Portugal, Italien, Griechenland, Spanien dürfen natürlich klein geredet werden, sollten aber doch in den Griff zu bekommen sein. Wir sollten aber auch nicht vergessen, dass es durchaus dahinter liegende Interessen geben könnte, und derart die Troubles hochgespielt werden: Angefangen hat eigentlich alles mit einer Art Vertrauenskrise in den Dollar. Da die USA aber davon abhängig sind, dass Ausländer weiter in Dollar-Papiere investieren, drohte hier der endgültige Abgesang der Weltmacht. Und EUROpa? Der alte Kontinent ist mehr auf Exporte angewiesen, als die USA. Wenn wir uns den Euro also schwach reden lassen, ist das für die Wirtschaft ein zusätzliches Stimulusprogramm. Unmöglich?
Ihr
Robert Gillinger
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