| Bank |
Rettungspaket Ja/Nein/Vielleicht |
Höhe
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| DIE GROSSEN FÜNF
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| Erste Group |
JA. War im Jahr 2008 die erste Bank mit der Ankündigung, staatliches PS-Kapital hereinzunehmen. Erste-Chef Treichl schränkte damals ein: "Wir nehmen Staatsgeld nur, wenn wir Dividenden zahlen dürfen". Im Februar 2009 stellte Treichl die Staatshilfe überraschend wieder in Frage. "Es hängt von den Auflagen ab. Wir sind keine Bank, die Verluste schreibt und verstaatlicht werden muss", sagte Treichl gegenüber dem "profil". Und: "Wir sind ein börsenotierter Konzern und müssen auch die Interessen unserer Investoren im Auge haben. Wenn der Eindruck entstünde, der Staat würde bei uns hineinregieren, dann würde kein Mensch mehr unsere Aktien kaufen. Unter diesen Umständen würden wir das Kapital beim Bund nicht aufnehmen." Seit Ende Februar hat die Erste die Zusage des Bundes in der Tasche, bis zu 1,89 Mrd. Euro Partizipationskapital zu zeichnen - notfalls auch die ganze frische Eigenkapitaltranche über 2,7 Mrd. Euro zu übernehmen. Für eine Mrd. Euro hat der Staat im März Partizipationskapital gezeichnet. 540 Mio. Euro PS-Kapital kommen von Privaten und Institutionellen. Zudem zeichnet der Bund weitere rund 200 Mio. Euro PS-Kapital. Für die Differenz auf 2,7 Mrd. Euro wollte die Erste ursprünglich rund eine Milliarde staatliches Hybridkapital aufnehmen. Dieser Plan wurde aber im Oktober 2009 fallen gelassen. Die ursprünglich angekündigte Ausgabe von Hybridkapital an die Republik Österreich wurde durch eine Kapitalerhöhung um 1,74 Milliarden Euro ersetzt. Im Sommer 2010 überlegte die Bank, das wegen der Finanzkrise erhaltene staatliche Partizipationskapital von 1,2 Mrd. Euro bereits 2011 vollständig zurück zu zahlen. Bisher war nur davon die Rede davon gewesen, dass die Erste Group "vor 2014" tilgen wolle, und das wohl in Tranchen. |
1,89 Mrd. Euro
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| RZB |
JA: Der Aufsichtsrat hat Ende Jänner den Vorstand ermächtigt, mit dem Staat in Verhandlungen über die Aufnahme staatlichen Partizipationskapitals zu treten. Der Mutterkonzern von Raiffeisen International will seine Kapitalbasis derart um 1,75 Mrd. Euro stärken und eine Kernkapitalquote von 8,7 Prozent (Ende 2008: 7 Prozent) erreichen. Das Geld wird mit acht Prozent pro Jahr verzinst. Privatanleger werden das PS-Kapital nicht zeichnen können. Ende März 2009 wurde der Vertrag mit dem Staat unterzeichnet. Die Bank hatte sich bereits 2007 von ihren Eigentümern PS-Kapital in der Höhe von 750 Mio. Euro geholt und auch auf das vom Staat garantierte Anleihenprogramm zurückgegriffen und weitere 2,75 Mrd. Euro reingeholt. |
1,75 Mrd. Euro
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| Bank Austria/Unicredit |
NEIN: Die UniCredit-Gruppe liebäugelte zwar mit einer Hilfe vom Staat in Österreich und in Italien, im Gespräch war eine Summe von bis zu 4 Mrd. Euro, letztlich verzichtete die Bank Austria-Mutter aber auf die staatliche Unterstützung. Stattdessen sammelt sie Milliarden von Altaktionären und Börse ein. Zur Stärkung des Eigenkapitals soll eine Kapitalerhöhung von bis zu 4 Mrd. Euro dienen, davon sollten bis zu 2 Mrd. an die Bank Austria mit ihren Osteuropa-Aktivitäten gehen, hiess es Ende September. Damit verzichtet die Bank Austria als einzige Grossbank Österreichs auf die Finanzspritze vom Staat. |
Null
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| Bawag P.S.K. |
JA: Im Dezember 2008 gab es Vorgespräche mit FMA und Notenbank hinsichtlich eines Hilfspaketes (inoffizielle Berechnungen der Medien gingen damals von 300 bis 400 Mio. Euro aus). Anfang 2009 hiess es in einem Bawag-Statement: "Aufgrund unserer guten Liquiditätsausstattung gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass wir keine Anleihen mit Staatsgarantie emittieren werden". Anfang März berichtete das "Format", dass die Bawag P.S.K. eine Milliarde Euro Staatshilfe beantragen wird. Die Verhandlungen mit dem Finanzministerium sollen im April abgeschlossen sein, hiess es in dem Bericht. So war es auch. Ergebnis: Die Bawag nimmt 950 Mio. Euro Staatshilfe auf. Der Staat wird 550 Mio. Euro Partizipationskapital (9,3 Prozent Zins) zeichnen. Um das Kapital von (nach Rating-Herabstufungen) problembeladenen Papieren zu entlasten, übernimmt der Bund für fünf Jahre ausserdem eine Garantie für 400 Mio. Euro auf abwertungsbedrohte Assets. Hinweis: Weil die staatliche Hilfe erst das Okay der EU brauchte, wurde es Dezember 2009, bis sie verbucht werden konnte. Einen Nachschlag braucht die Bank laut eigenem Bekunden danach nicht. Die ebenfalls paktierte staatliche Garantie von 400 Mio. Euro ist noch nicht gezogen worden. Sie würde bei Bedarf abgerufen, wenn etwa geänderte Ratingvorschriften dies erforderten, sagte eine Sprecherin zum Jahreswechsel 2009/2010. |
950 Mio. Euro
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| Volksbanken |
JA: Musste im November 2008 einräumen, keine Kapitalerhöhung zu schaffen. Im Februar 2009 begab die Volksbank eine Anleihe im Volumen von 1 Mrd. Euro mit Staatsgarantie. Im März wurde die zweite staatlich garantierte Anleihe über 1 Mrd. Euro erfolgreich platziert. Im September 2009 die dritte (ebenfalls in Höhe von 1 Mrd.). Damit sind die von der ÖVAG in einem Rahmenabkommen mit dem Bund bis zu 3 Mrd. Euro fixierten staatsgarantierten Bonds alle begeben. Ende März 2009 wurde bekannt: Die ÖVAG nimmt 1 Mrd. Partizipationskapital vom Bund, in Tranchen zu 50 Mio. Euro, mit 10 Jahren Laufzeit und zu 9,3 Prozent verzinst. Das Geld ist bereits auf dem Konto der ÖVAG. Der damalige Chef Franz Pinkl meinte im Frühjahr 2009: "Die Bank ist somit ausreichend kapitalisiert und für die Zukunft gut aufgestellt." Im November hiess es dann allerdings aus informierten Kreisen, die Volksbank brauche (zusammen mit der Hypo Kärnten) Milliarden an frischem Kapital, um im Markt über die Runden zu kommen. |
1 Mrd. Euro
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| BANKEN ALLGEMEIN
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| Bank Burgenland |
NEIN: Bislang sind keine Indizien für die Inanspruchname des Bankenhilfpaketes bekannt. |
Null
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| Bank Gutmann |
NEIN: Erklärte im November 2008, nicht unter staatlichen Schutzschirm zu wollen |
Null
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| BKS |
NEIN: Erklärte im November 2008, nicht unter staatlichen Schutzschirm zu wollen |
Null
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| BTV |
NEIN: Erklärte im November 2008, nicht unter staatlichen Schutzschirm zu wollen |
Null
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| Constantia Privatbank |
Wurde im Oktober 2008 von den fünf österreichischen Grossbanken Bank Austria, Erste Group, RZB, Volksbanken und Bawag PSK durch Übernahme aufgefangen. Der Staat übernahm eine Haftung für eine Kreditlinie. |
Symbolischer Betrag
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| Hypo Tirol |
NEIN: Laut Beschluss der Aufsichtsratssitzung vom 15. Dezember 2008 |
Null
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| Hypo NÖ |
VIELLEICHT: Gilt als weiterer Kandidat für die Inanspruchnahme des Bankenhilfspaketes |
Offen
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| Kärntner Hypo Group Alpe Adria |
JA: 2009 wurde beschlossen: Die angeschlagene Bank erhält 900 Mio. Euro in Form von PS-Kapital, der Staat kassiert dafür jährlich acht Prozent Dividende - abgeschichtet werden muss das Kapital zu 110 Prozent. Zudem wurde ein beiderseitiges Wandlungsrecht vereinbart: Der Bund kann jederzeit in Stammkapital umwandeln, die Hypo nach fünf Jahren. Im November des Jahres 2009 hiess es - nach dem Ausweis eines Jahresverlusts von deutlich über 1 Mrd. Euro - aus informierten Kreisen plötzlich, die Bank brauche (zusammen mit der Volksbank) Milliarden an frischem Kapital, um im Markt über die Runden zu kommen. Für die Rettung kolportiert wurde ein Geldbedarf von bis zu 1,5 Mrd. Euro. Eine Zerschlagung und Verstaatlichung wurden in den Raum gestellt. Im Dezember desselben Jahres wurde - nach mehrtägigen, zähen Verhandlungen zwischen Eigentümern und Politik - die Bank schliesslich mit einer Notverstaatlichung gerettet (die zweite Bankenverstaatlichung in Österreich nach der Kommunalkredit 2008). Die Alteigentümer stellten in Summe 4,45 Mrd. Euro zur Verfügung, der Bund kam auf bis zu 450 Mio. Euro, die österreichischen Banken beteiligten sich mit 500 Mio. Euro an der Hypo-Rettung. Verkauft wurde die Bank von den damaligen Eigentümern BayernLB, Grawe und Land Kärnten für einen symbolischen Preis von 3 Euro. |
Notverstaatlichung für symbolischen Preis von 3 Euro
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| Kommunalkredit |
Musste im November 2008 notverstaatlicht werden. Die Eigentümer Volksbanken und Dexia verkauften damals zur Rettung der Kommunalkredit ihre Anteile um zwei Euro an den österreichischen Staat. Holte sich Anfang 2009 1,5 Mrd. vom Staat. |
1,5 Mrd. Euro (Garantie für Anleihe)
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| Meinlbank |
NEIN: Bislang sind keine Indizien für die Inanspruchname des Bankenhilfpaketes bekannt. |
Null
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| Oberbank |
NEIN: Erklärte im November 2008, nicht unter staatlichen Schutzschirm zu wollen |
Null
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| RLB OÖ |
NEIN: Will sich Partizipationskapital holen, aber von den oberösterreichischen Raiffeisenbanken. RLB OÖ-Chef Ludwig Scharinger lehnte Anfang Februar 2009 gegenüber der "Wiener Zeitung" das Bankenhilfs-Paket ab: "Wir brauchen es nicht, es wäre ja auch sehr teuer". |
Null
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| Schoellerbank |
NEIN: Bislang sind keine Indizien dafür bekannt. |
Null
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| DIREKTBANKEN IN ÖSTERREICH
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| Allianz (Top Cash) |
Will das Bankenpaket nicht in Anspruch nehmen. Allianz Österreich-Chef Wolfram Littich: "Die Frage nach Kapital vom Staat erübrigt sich: Wir schwimmen in Liquidität, haben genug Eigenkapital und schreiben Gewinne. Wir brauchen keine Einlagensicherung, das Geld ist bei uns sicher." |
Null
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| autobank.at |
Martin Feith, Mitglied des Vorstandes, auf BE-Anfrage: "Aufgrund unserer hohen Eigenkapital- und Kernkapitalquote ist das Bankenpaket für uns kein Thema." |
Null
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| bankdirekt.at |
Hat zwar eine eigene Banklizenz, würde aber als Tochter der RLB OÖ nur dann an finanzielle Staatshilfe kommen, sollte die Mutter auf das Rettungspaket der Regierung zugreifen. Wie die RLB OÖ zum Bankenpaket steht, siehe weiter oben. |
Null
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| direktanlage.at |
NEIN: Bislang sind keine Indizien dafür bekannt. |
Null
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| easybank |
Ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Bawag PSK. Wie die Bawag zum Bankenpaket steht, siehe weiter oben. |
Null
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| Generali Bank |
NEIN: Ist eine eingetragene Vollbank und hätte somit prinzipiell Anspruch auf das Bankenpaket. Laut Management der Generali Bank ist dafür jedoch "keine Notwendigkeit" vorhanden. |
Null
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| INGDiBa Austria |
NEIN. Ist rechtlich gesehen eine Niederlassung der ING-DiBa AG Deutschland und damit nicht berechtigt, auf das österreichische Bankenpaket zuzugreifen. |
Null
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| livebank.at |
Ist eine eingetragene Marke der Volksbank Kufstein. Wie die Volksbankengruppe zum Bankenpaket steht, siehe weiter oben. |
Null
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| SPEZIALBANKEN & ANDERE
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| Wohnbaubanken |
NEIN: Obwohl sie vorübergehend Staats-Schutzschirm für ihre Anleihen haben wollten. Die Wohnbaubanken forderten vom Bund, die von ihnen emittierten Anleihen in die staatliche Einlagensicherung für Spareinlagen einzubeziehen. Sein diesbezüglicher Vorschlag Ende November sei als Reaktion auf die Aufrufe zu sehen gewesen, bei "bundesschatz.at" einzuzahlen, schränkte Generaldirektor Josef Schmidinger später aber ein. Eine staatliche Hilfe wolle man als s Wohnbaubank oder auch als s Bausparkasse nicht in Anspruch nehmen, betonte Schmidinger im Frühling 2009. |
Null
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| Versicherungen |
VIELLEICHT: Neben den Grossbanken könnten auch die heimischen Versicherungen beim Staat um Hilfe anklopfen, wurde zu Beginn der Bankenpaket-Ära vermutet. Es bräuchte nur einen "Eisbrecher", hiess es. Bis heute hat aber noch keine einzige Gesellschaft den Staat um Hilfe gebeten. |
Offen
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| Wüstenrot (Versicherung) |
NEIN: Weichen wurden zwar Ende 2008 gestellt, um neue Eigenmittel über Partizipationskapital aufnehmen zu können. Ende März sagte aber Konzernchefin Susanne Riess-Passer dann entgegen den ursprünglichen Meldungen, dass man "keine Staatsunterstützung in Anspruch nehmen muss". Die Bausparkasse habe in den vergangenen Jahren reichlich Kapital aufgebaut, so Riess-Passer. |
Null
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